• 24.10.2007, 09:45:00
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Rezeptfreie Schnupfenmittel: Nur bei starkem Schnupfen sinnvoll

"Konsument" rät: Zu Präparaten ohne Konservierungsstoffe greifen.

Wien (OTS) - Die kalte Jahreszeit naht unerbittlich und damit auch
die eine oder andere Erkältung. Bereits erste Symptome sollten ernst
genommen werden, da sich eine relativ harmlose Erkältung zu einer
unangenehmen bakteriellen Nebenhöhlenentzündung auswachsen kann.
"Konsument" hat 21 rezeptfreie Präparate zur Behandlung von Schnupfen
bzw. zur Pflege der Nasenschleimhaut untersucht und kommt zu
folgendem Ergebnis: Auch in Apotheken angebotene Mittel können die
Symptome nur vorübergehend lindern, gegen die viralen Erreger selbst
gibt es keine wirksamen Arzneimittel. Für die kurzfristige Anwendung
eignen sich vor allem Präparate ohne Konservierungsstoffe.

Die meisten der getesteten Schnupfenmittel bewirken ein
oberflächliches Abschwellen der Nasenschleimhaut, durch den
verbesserten Sekretabfluss reduzieren sie die Vermehrungsrate der
Krankheitserreger. Vorteil dieser Präparate: Sie wirken lokal und
werden nur geringfügig ins Blut aufgenommen. Bei Kindern sollten
dennoch prinzipiell nur entsprechend ausgelobte Mittel verwendet
werden. Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder erhöhtem
Augeninnendruck bzw. Personen, die bestimmte Antidepressiva
einnehmen, sollten vor der ersten Anwendung ihren Arzt kontaktieren.

"Schnupfenmittel sollten nur bei wirklich starken Beschwerden und
maximal drei Mal täglich über einen Zeitraum von allerhöchstens fünf
bis sieben Tagen angewendet werden", erklärt "Konsument"-Experte
Thomas Tobisch. Bei langfristiger Verwendung wird die
Nasenschleimhaut angegriffen bzw. nachhaltig geschädigt, es kommt zur
sogenannten "Nasentropfen-Nase". Diese ist erst recht anfällig für
Erreger.
Nur sieben Präparate - allesamt frei von Konservierungsstoffen -
stuft das Testmagazin als "geeignet" ein. Als "Wenig geeignet" wurde
die "Piniment Nasensalbe" beurteilt - die Substanz Ephedrin wirkt
über den Blutkreislauf und kann unerwünschte Wirkungen auf das
Herz-Kreislauf-System auslösen.

Auch drei Mittel zur Befeuchtung und Pflege der Nasenschleimhaut
wurden getestet. Diese können alleine oder ergänzend zu den
Schnupfenmitteln verwendet werden. Nur "mit Einschränkung geeignet"
ist "Coldistop Nasenöl", das neben Vitamin A und E auch ätherische
Öle enthält. Grund: Neben der nicht belegten Wirkung der Vitamine
schränken die ätherischen Öle mitunter die Funktion der
Flimmerhärchen ein. Im Extremfall kann das Einatmen des Öles sogar zu
einer Öl-Lungenentzündung führen.

Dass man sich dank Spray und Tropfen besser fühlt, sollte aber auf
keinen Fall dazu verleiten, dem Organismus zu viel zuzumuten.
"Ausreichend Ruhe und Flüssigkeitszufuhr, aber auch Dampfbäder und
Nasenspülungen mit Salzwasser sind noch immer die beste Medizin. Auch
die Umstellung der Ernährung kann hilfreich sein. So bringen
beispielsweise scharf gewürzte Suppen die Schleimhäute zum
Abschwellen", informiert Tobisch.

Details zum Test und wie man Schnupfen vorbeugen kann erfahren Leser
im November-"Konsument" und online auf www.konsument.at.

Rückfragehinweis:

Verein für Konsumenteninformation/
   Testmagazin "Konsument"
   Mag. Sabine Burghart
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: 01/588 77 - 256 
   Email: [email protected]
   www.konsument.at

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