- 23.10.2007, 11:15:56
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Kann die Alpenrepublik von der Hansestadt lernen? - BILD

Wien (TP/OTS) - Unter diesem Motto suchte ein 10-köpfiges Team der
con.os tourismus.consulting gmbh im Rahmen einer Fact-Finding-Mission
in Hamburg interessante und aufschlussreiche touristische Ansätze für
die heimische Freizeitwirtschaft.
In einer intensiven 4-tägigen Fachexkursion besuchte das Team der
con.os tourismus.consulting gmbh eine der sich am dynamischsten
entwickelnden Tourismusstädte im deutschen Sprachraum - Hamburg. In
Einzelgesprächen mit Unternehmern und touristischen Verantwortlichen
sowie ausgedehnten Führungen mit Blick hinter die Kulissen wurden
dabei die dortigen Trends und Entwicklungen in der Hotellerie,
Gastronomie, touristischen Infrastruktur und Attraktionen sowie der
Regional- und Stadtentwicklung unter die Lupe genommen. Einige der
spannendsten Erkenntnisse und Eindrücke aus den einzelnen Bereichen
sind nachfolgend kurz zusammengefasst:
Hotellerie - Authentisches Design bei Jung und Alt
Das dynamische Wachstum der touristischen Nachfrage in der
Hansestadt, aber auch die parallel dazu steigende Anzahl an neuen
aufenthaltstouristischen Anbietern lässt auch in Hamburg den Druck
nach einer eigenständigen Profilierung der Betriebe spürbar werden.
Design und Trend ist zwar auch hier als Profilierungsansatz oftmals
erkennbar - immer öfter jedoch mit einer äußerst authentischen und
originellen Herkunft. So wurden beispielsweise beim "Gastwerk" -
einem 4-Stern-Top-Hotel - die historische Backsteinstruktur sowie die
mittlerweile funktionslosen Maschinen und Geräte als Kulisse und
Rahmen für ein modernes Design Hotel verwendet, dessen historische
Wurzeln man auf Schritt und Tritt spürt.
Aber auch im "Le Royal Méridien", ein Haus das sich als Kunsthotel
bezeichnet, finden sich nicht irgendwelche Bilder und Objekte sondern
Kunstwerke einer etablierten Hamburger Innenstadtgalerie. Und nicht
zuletzt im traditionsreichsten Haus am Platz - dem "Atlantic
Kampinski" - zieren in den meisten öffentlichen Bereichen die Bilder
des Popstars Udo Lindenberg, der sich im Hotel als Dauergast
eingemietet hat, die Wände. Wie man sehen konnte langt es eben nicht
mehr nur modern und trendig zu sein. Um interessant zu werden und
sich von den Mitbewerbern abzugrenzen ist es auch wichtig eine
möglichst authentische und interessante Geschichte erzählen zu
können.
Wintertourismus - Effiziente Prozesse und professionelles Packaging
Kaum zu glauben, dass wir in den Alpen zum Wintersport tatsächlich
noch etwas von den norddeutschen Flachländern lernen können. Aber die
Effizienz und Einfachheit des Prozederes in den neuen Skihallen, wie
zum Beispiel dem "Snowfunpark Wittenburg", räumt viele Bedenken und
Hindernisse auf dem Weg zum ersten Kontakt mit dem Schnee überzeugend
beiseite. In einfachster Form werden einem beim Eingang die "vier
Schritte auf die Brettln" erklärt und nur wenige Minuten später
findet sich der Alpin-Novize bei der Bergstation des 4er-Sessellifts.
Nach den sportlichen Anstrengungen eine Pause gefällig? Bei jeder
Pause in einer der urigen und gemütlichen Hütten und Bars werden
einem dezent aber trotzdem unübersehbar attraktive Pakete und
Angebote - vom bodenständigen Jausenpackage über Familienskitage
inklusive Kinderbetreuung bis hin zum Wochenendpaket inklusive
Skipass, Kletterpark und Go-Kart-Rennen - angeboten. Fazit, wer da
nicht Lust bekommt einen weiteren Besuch zu starten ist Marketing
resistent.
Ausflugsziele - Wartezeiten-Management
Zwar sind Wartezeiten aus Sicht des Betreibers ein Zeichen für
Erfolg, aus Sicht der Kunden jedoch oftmals eine ärgerliche
Nebenerscheinung. Die Kundenorientierung der Hamburger Einrichtungen
wie zum Beispiel der "Eisenbahn-Miniaturwelt" oder des "Hamburg
Dungeons" sind diesbezüglich Musterbeispiele der Kundenorientierung.
In der "Eisenbahn-Miniaturwelt" - übrigens Europas größte dieser Art
- wird über eine sehr simple, manuell betreute Übersichtstafel dem
Gast nicht nur erklärt, wie lange er aktuell warten muss, sondern
auch zu welcher Uhrzeit er an diesem Tag mit keinen bzw. den
kürzesten Wartezeiten rechnen kann. Wer auf Nummer sicher gehen will,
kann aber auch direkt vor Ort für fixe Zeiten einen Eintritt kaufen
und sich zur angegebenen Zeit ohne Wartezeiten in die
"Eisenbahn-Miniaturwelt" stürzen und Deutschland, Skandinavien oder
die USA näher entdecken. Im "Hamburg Dungeon" wiederum verkürzen
professionelle Schauspieler bzw. Charaktere - aus der in dieser Form
einmalig gemachten Reise durch die dunkle Geschichte der Stadt - die
Wartezeiten.
Stadt- und Regionalentwicklung - Identität durch Landmarks und
Freizeitqualität
Das größte europäische Stadtentwicklungs-Projekt in der Hamburger
Speicherstadt ist zweifellos von einer unglaublichen Dimension.
Beeindruckend aber auch die Konzeption, mit der bereits in einer sehr
frühen Planungs- und Entwicklungsphase versucht wird sowohl für
künftige Bewohner und Unternehmen als auch für Besucher und Touristen
diesen Stadtteil attraktiv zu positionieren. Die Vorfreude und
Neugier auf geplante architektonische Attraktionen wie die
"Elbphilharmonie" oder das "Science Center" und Freizeit- und
Vergnügungsangebote wie den Yachthafen, die Aussichts- und
Gastronomieterrasse auf die Elbphilharmonie, etc. ziehen schon heute
die Einheimischen und Besucherströme in die Hafenstadt-Baustelle und
lassen mit großer Spannung die weiteren zukünftigen Entwicklungen
erwarten.
Dieser kurze Auszug aus den Eindrücken der dynamischen Entwicklung
von Hamburg zeigt, dass man oft gerade von jenen am meisten lernen
kann, von denen man es am wenigsten vermuten würde. In diesem Sinne
kann jedem aufmerksamen österreichischen Touristiker nur eines
empfohlen werden: "Behalten Sie Hamburg im Auge!"
Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
con.os tourismus.consulting gmbh
oberacher, schumacher & partner
Frau Mag. Michaela Hysek-Unterweger
Hietzinger Haupstrasse 45/1
1130 Wien
Tel.: +43 (0)1 306 06 06; Fax: DW 10
http://www.conos.co.at
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