• 19.10.2007, 14:46:30
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Bartenstein: Duale Berufsausbildung ist Weg zum Erfolg

Enquete "Zukunft Lehre" leitete den Tag der Lehre ein

Wien (BMWA/OTS) - Lehrlinge sind die Fachkräfte von morgen. Sie
tragen wesentlich zum Erfolg des Wirtschaftstandortes Österreich
bei", erklärte Arbeitsminister Martin Bartenstein heute bei der
Enquete "Zukunft Lehre" im T-Center in Wien. Einen besonderen Status
im Bereich der Lehrlingsausbildung hat laut Bartenstein die duale
Berufsausbildung. Die Kombination von Praxis am Arbeitsplatz und
Theorie in der Berufsschule ist ein Erfolgsmodell in Europa und ein
Asset im globalen Wettbewerb.

Bartenstein hob in seinen Ausführungen die wichtigsten Erfolge der
letzten Jahre hervor. Die Integration von Personen mit sozialen und
Begabungsmäßigen Benachteiligungen oder mit Behinderungen in das
Berufsleben wurde durch die BAG - Novelle 2003 verbessert. Weiters
wurde die Modularisierung der Lehrlingsausbildung zur
Flexibilisierung und mehr Transparenz forciert. Verordnungen zu den
ersten Modulberufen sind vor der Erlassung (Installations- und
Gebäudetechnik, Werkstofftechnik). Weitere Verordnungen sind in
Vorbereitung (KfZ-Techniker, Holztechniker und
Einzelhandelskaufmann).

Die Berufsreifeprüfung ist ein bestehendes und bewährtes System.
"Seit ihrer Einführung im Jahr 1997 haben zirka 13.700 Personen eine
Berufsreifeprüfung absolviert, die Absolventenzahlen steigen jährlich
an. Haben im Jahr 2000/01 noch insgesamt 861 Personen die
Berufsreifeprüfung abgelegt, stieg die Zahl im Jahr 2004/05 auf 2.144
und 2006/07 auf ca. 2600 an. "Ich würde mir wünschen, dass diese
Prüfung in allen Bundesländern für alle Absolventen gratis ist",
meinte der Arbeitsminister.

Utl.: Blum-Bonus ein voller Erfolg

"Mit der Einführung der Erfolgsmarke Blum-Bonus im September 2005
wurde die jahrelange rückläufige Entwicklung auf dem Lehrstellenmarkt
gestoppt und eine Trendwende herbeigeführt", meinte der
Arbeitsminister. Am 31. Dezember 2006 befanden sich 39.399 Lehrlinge
im 1. Lehrjahr, was gegenüber dem Jahr 2004 eine Erhöhung um rund 9,6
Prozent bedeutet. Mit Stand 30. September 2007 befinden sich
insgesamt 128.507 Lehrlinge in Ausbildung, im Jahr zuvor waren es
125.612 und zum 30. September 2005 120.577 Lehrlinge.
Die positiven Beispiele aus den Unternehmen, die heute vorgestellt
wurden, SPAR, T-Mobile und STIWA Fertigungstechnik, zeigen den Erfolg
dieser Maßnahmen zum Ausbau des Angebotes an Lehrstellen. Besonders
hervorzuheben sind hier Handel und Gewerbe, auf gutem Wege sei auch
der Tourismus. In der Industrie werden viele Ausbildungsplätze
angeboten und weiter ausgebaut. "Jeder junge Mensch der einen
Lehrstellenplatz sucht soll auch einen bekommen" so Arbeitsminister
Bartenstein.

Kürzlich haben die Sozialpartner der Bundesregierung ihre
"Vorschläge für ein Maßnahmenpaket zur Deckung des Fachkräftebedarfs
und zur Jugendbeschäftigung" vorgestellt. "Viele interessante
Vorschläge sind in diesem Papier enthalten. Dies zeige auch, dass wir
in den letzten Jahren den richtigen Weg eingeschlagen haben. Darüber
hinaus gilt es nun, die bestehenden Instrumente auszubauen, noch
besser aufeinander abzustimmen und durch neue Elemente zu ergänzen",
sagte Bartenstein. Der Blum-Bonus solle weiterentwickelt und
verbessert werden.

Utl.: JASG-Maßnahmen, überbetriebliche Ausbildungsplätze

Ein weiterer Erfolg der letzten Jahre sind die JASG-Maßnahmen
(Jugendausbildungssicherungsgesetz) die Lehrausbildungsplätze in
außerbetrieblicher Form für Jugendliche nach Beendigung ihrer
Schulpflicht vorsehen. Bei diesen bis zu zwölfmonatigen Lehrgängen
wird ein späterer Wechsel in ein betriebliches Lehrverhältnis
angestrebt. "Die Einrichtung von überbetrieblichen Ausbildungsplätzen
und Lehrwerkstätten bieten jungen Menschen die Möglichkeit zum
Einstieg in das Berufsleben" so der Wirtschaftsminister.

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Ministerbüro: Mag. Maria Mittermair-Weiss, Tel.: (01) 711 00-5108
Referat Presse: Mag. Alexandra Perl, Tel.: (01) 711 00-5130
mailto: [email protected]
Internet: http://www.bmwa.gv.at

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