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OTS0173   18. Okt. 2007, 12:41

Menschenhandel: BZÖ verlangt allgemeines Bettelverbot in Österreich

Laut UNICEF ist Kinderhandel die Basis für Bettlerkriminalität


"Der im aktuellen UNICEF-Bericht
dokumentierte Kinderhandel in Österreich ist ein menschliches
Schandurteil für die Politik von Justizministerin Berger und
Innenminister Platter. Diese abscheuliche Entwicklung tritt die
Menschenrechte in unserem Land tatsächlich mit Füßen. Sowohl die
bisher untätig gebliebene Justizministerin Berger als auch
Innenminister Platter wissen um den Kinderhandel, der eine Basis für
die organisierte Bettlerkriminalität in Österreich darstellt", so
BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz im Rahmen einer gemeinsamen
Pressekonferenz mit BZÖ-Chef Peter Westenthaler in Wien.

Der aktuelle UNICEF Bericht des UN-Kinderhilfswerks bestätige in
seinem aus Anlass des heutigen EU-Tages gegen den Menschenhandel
veröffentlichten Bericht, dass jährlich 1,2 Millionen Kinder zu
Opfern von Kinderhandel bzw. Menschenhandel werden. "Dieser weltweite
Kinderhandel, diese tragischste Form des Menschenhandels, macht aber
schon seit langem vor Österreich nicht mehr halt", warnt Grosz, der
davon ausgeht, dass selbst am heutigen Tage, mehrere hundert Kinder
als Opfer von Menschenhändlern in Österreich sind.

"Experten gehen davon aus, dass der Kinderhandel nicht nur in Wien,
sondern auch im Rahmen der organisierten Bettlerkriminalität in Graz
und in den anderen Landeshauptstädten Österreichs stattfindet. Das
muss all jenen - dem Innenminister und der Justizministerin sowie den
Bürgermeistern der Städte - endlich bewusst sein, die sich durch ihre
bisherige Untätigkeit de facto schützend vor diese Form der
Kriminalität stellen. Wer hier zusieht und diese Situation noch
begünstigt, macht sich mitschuldig am Leid von tausenden Kindern in
Österreich", so Grosz in einem Appell an die politischen
Verantwortungsträger.

Grosz kündigt in diesem Zusammenhand sowohl an, einmal mehr eine
Anzeige gegen Menschenhandel basierend auf dem UNICEF-Bericht bei der
Staatsanwaltschaft einzubringen und auch parlamentarische Initiativen
zu starten.

"Wir fordern ein allgemeines Bettelverbot in Österreich, um in erster
Linie auch den Kinderhandel zu unterbinden. Hier werden kranke, alte
Menschen und wie gesagt auch Kinder nach Österreich importiert, um
das goldene Spenderherz der Österreicherinnen und Österreicher
auszunutzen. Die Nutznießer sind Hintermänner die auf Kosten ihrer
Opfer und der Menschen die auch Spenden ihr grausliches Geschäft
machen. Die Justizministerin sowie ihre weisungsgebundenen
Staatsanwaltschaften sind gefordert, den schleichenden Kinderhandel
in Österreich mit der Härte des Rechtsstaates zu unterbinden. Es ist
für Österreich unerträglich, dass unter den Augen unserer
Zivilgesellschaft und mit Hilfe einiger linker Gutmenschen, Kinder
ausgenützt und zum Betteln und Stehlen gezwungen werden", so Grosz
abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0173 2007-10-18 12:41 181241 Okt 07 BZO0001 0392



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