- 18.10.2007, 11:11:13
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Der tödlichen Blutvergiftung den Schrecken nehmen
Austrian Research Centers - ARC entwickeln Diagnosechip für die gefährliche Infektionskrankheit

Wien (OTS) - Fieber, Halsschmerzen, Schüttelfrost - die Symptome
einer Sepsis unterscheiden sich zu Beginn nicht von denen einer
harmlosen Infektion und werden daher oft falsch diagnostiziert. Für
die Patienten sind Fehldiagnosen folgenschwer, denn die schwere
Sepsis führt bei rund einem Drittel der Erkrankten trotz
intensivmedizinischer Behandlung zum Tod. Mitschuld an der hohen
Mortalitätsrate sind die Schwierigkeiten in der Diagnose. Eine
endgültige Abklärung mit Zellkulturen dauert relativ lange und
erfolgt oft erst, wenn die Krankheit weit vorangeschritten ist. Dann
kommt die Hilfe für viele Patienten aber schon zu spät. Die ARC haben
einen Diagnosechip entwickelt, der soeben in die klinische Testphase
eingetreten ist. Die Diagnose erfolgt sehr rasch und einfach durch
das Aufbringen von Serum auf einen Protein-Chip. Durch die neue
Diagnosemethode können in Zukunft zahlreiche Menschenleben gerettet
werden.
Beschleunigung und Vereinfachung der Diagnose
Eine Sepsis kann durch verschiedene Erreger ausgelöst werden, die
Diagnose erfolgt anhand von Symptomen und Laborwerten und kommt für
viele Betroffene zu spät. Für die Identifikation der Erreger mussten
bisher Blutkulturen angelegt werden - eine langwierige Methode für
eine Erkrankung mit akutem Handlungsbedarf. Der Protein-Chip der
ARC-ExpertInnen kann nun das Vorliegen einer Sepsis sehr rasch und
einfach nachweisen. Auf den 25 mal 75mm großen Glaschip werden wenige
Milliliter Serum aufgebracht, der Nachweis der krankheitsrelevanten
Werte erfolgt über fluoreszierende Punkte. Für die Notfallmedizin und
in der ärztlichen Praxis stellt dieses Verfahren einen enormen
Fortschritt in der Diagnoseführung dar. Der Prototyp des
Diagnosechips wurde jetzt erfolgreich getestet und befindet sich ab
sofort in der klinischen Testphase.
Blutvergiftung ist lebensbedrohend
Eine Sepsis beginnt mit einer örtlichen Infektion, die sich oft
innerhalb weniger Stunden im ganzen Körper ausbreitet. Es reicht eine
kleine Schnittwunde oder ein Eiterherd im Körper, von dort aus
gelangen die pathogenen Keime in die Blutbahn. Das Immunsystem läuft
zunächst auf Hochtouren. Kommt es zu einem septischen Schock, bricht
das System zusammen, der Tod tritt durch Organversagen ein. Cirka
drei von 1000 Menschen und zwei von 100 Krankenhauspatienten
erkranken jährlich an einer Blutvergiftung. Rund 35 Prozent der
Erkrankten können nicht gerettet werden - das ist eine ähnlich hohe
Sterblichkeitsrate wie beim akuten Herzinfarkt.
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Rückfragehinweis:
Mag. Michael H. Hlava Austrian Research Centers GmbH - ARC Leiter Corporate Communications phone +43 (0)50550-2046 mobile +43 (0)664 620 77 66 e-mail [email protected] Dr. Claudia Preininger Austrian Research Centers GmbH - ARC Geschäftsfeld Bioressources phone +43 (0)50550-3527 e-mail [email protected]
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