- 16.10.2007, 12:22:26
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BM Hahn initiiert österreichweiten Forschungsdialog
"Reife Volkswirtschaft muss auf Wissenschaft und Forschung setzen"
Wien (OTS) - Beim heutigen gemeinsamen Start des österreichweiten
Forschungsdialogs mit Bundeskanzler Alfred Gusenbauer rief
Wissenschaftsminister Johannes Hahn alle an Forschung interessierten
auf, sich an diesem Dialog zu beteiligen. Hahn bei der Eröffnung:
"Wir müssen die Begabungspotenziale die in Österreich vorhanden sind
heben, daher ist es mein Anliegen, die Humanressourcen als
Schwerpunkt in den Forschungsdialog einzubringen. Zum Glück beginnen
wir nicht bei der Stunde Null. Österreich ist als Forschungs- und
Arbeitsstandort schon attraktiv. Viele Nachwuchstalente kommen auch
aus dem Ausland wieder zurück, weil sie in Österreich ideale
Bedingungen vorfinden. Der Brain-Drain geht also nicht nur in eine
Richtung. Darauf baut der Dialog auf. Allerdings muss Österreich von
der Initiator- zur Innovatorrolle finden", erklärte Hahn, für den der
Weg des Forschungsdialogs genauso wertvoll ist wie das Ergebnis in
einem Jahr.
Die Erhöhung der Forschungsquote auf 3 % des BIP sei ein wichtiges
Ziel. Dabei gehe es aber nicht darum, dieses mit Müh und Not zu
erreichen, sondern um die Nachhaltigkeit dieses Effekts, um an die
Spitze der europäischen Wissensgesellschaften aufschließen zu können,
erklärte Hahn weiter. "Besonderes Augenmerk ist dabei auf die
Grundlagenforschung zu legen, welche die Basis für Forschung und
Entwicklung eines Landes legt."
"Es hat keinen Sinn, ständig an großen Volkswirtschaften wie China
oder den USA Maß zu nehmen, die ganz andere Rahmenbedingungen
schaffen können. Viel wichtiger ist, dass es Österreich als kleiner
Volkswirtschaft gelingt, Schwerpunkte zu setzen. Dazu brauchen wir
eine nationale Anstrengung, einen groß angelegten Diskussionsprozess,
an dessen Ende ein breiter Konsens stehen muss. "Es nützt nichts", so
der Wissenschaftsminister, "wenn wir uns Überschriften vorsagen.
Inhalte zu definieren, ist die große Herausforderung". Als
interessante vergleichbare Modellländer führte Hahn Irland und
Norwegen an.
Forschung einer breiten Öffentlichkeit vertraut machen
"Die Leidenschaft für die Forschung beginnt nicht mit dem
Maturazeugnis in der Hand", so Hahn weiter. Vielmehr müssten schon in
der Schule die notwendigen Strukturen und Inhalte geschaffen werden,
damit in Zukunft mehr Jugendliche in der Forschung tätig sein wollen,
sei es im universitären Bereich oder in der praktischen Anwendung in
der Wirtschaft. Dabei geht es nicht allein um die Gruppe der 12 bis
14jährigen Jugendlichen. Neben Aktivitäten in Kindergarten und
Volksschule ist es wichtig, dass die Ausbildung der 14 bis 18jährigen
Schüler/innen auf hohem Niveau gehalten werden kann, damit sich
Jugendliche künftig auch wieder mehr für Berufe in technischen und
naturwissenschaftlichen Bereichen entscheiden, aber auch der
Wirtschaft und der Medizin", forderte Hahn abschließend.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung
Minoritenplatz 5, 1010 Wien
Presse: Tel.: +43/1/53120-9006
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