• 10.10.2007, 12:36:15
  • /
  • OTS0176 OTW0176

Bundesjugendvertretung: kein politisches Desinteresse der Jugend!

Jugendliche engagieren sich, benötigen aber politische Informationen

Wien (OTS) - Zwiespältig fällt die Reaktion der
Bundesjugendvertretung (BJV) auf die heute präsentierte GfK-Studie
"Jugend und politische Orientierung" aus. "Das in der Studie
gezeichnete Bild von der desinteressierten Jugend missfällt uns",
meint BJV-Vorsitzende Dudu Kücükgöl, "vor allem dann, wenn
politisches Interesse ausschließlich an Parteipolitik festgemacht
wird." Die Ergebnisse der Studie sind nur logisch, wenn die
Erweiterung des Politikbegriffs, der in den vergangenen Jahren
stattgefunden hat, von den Studienautoren ignoriert wird. Es
dominiert ein auf Parteipolitik eingegrenztes Verständnis statt eines
gesellschaftspolitisch orientierten.

Wenn die Studie mangelndes politisches Interesse junger Menschen
ortet, so wird dabei vergessen, dass sich hunderttausende junge
Menschen in NGOs engagieren, sich für Kinder- und
Jugendorganisationen einsetzen oder in Jugendzentren aktiv sind. "Wir
stellen - so wie Professor Peter Filzmaier - eher eine
PolitikERverdrossenheit denn eine Politikverdrossenheit fest",
argumentiert Kücükgöl, "Handlungsbedarf besteht für die klassischen
Parteien und ihre VertreterInnen. Ihnen traut man immer weniger zu,
die Probleme junger Menschen zu lösen - vielleicht auch, weil sie
Jugendliche gerne links liegen lassen."

Dabei fördert die GfK-Studie hohe Bereitschaft zu politischem
Engagement unter jungen Menschen zutage. "Diese Bereitschaft gilt es
zu erhalten und zu fördern", so die BJV-Vorsitzende, "dazu gehört
auch, Jugendliche als PartnerInnen ernst zu nehmen und nicht als
politisch unreif einzustufen!" Ebenso sei - so GfK - das
Demokratiebewusstsein unter Jugendlichen hoch: "Diese positive
Grundhaltung müssen wir nutzen und sowohl Mitbestimmungsrechte für
Jugendliche als auch Informationsangebote aubauen."

Die Forderung des Zweiten Nationalratspräsidenten Michael
Spindelegger nach politischer Bildung als eigenes Schulfach kann die
BJV nur unterstützen - vor allem weil die GfK-Studie - so wie viele
andere Jugendstudien auch - ergibt, Jugendliche fühlten sich zu wenig
informiert. Dudu Kücükgöl dazu: "Jugendliche brauchen attraktive,
lebendige Informationsangebote: So wie eine Blume verkümmert, wenn
man sie nicht gießt, werden Jugendliche kaum politisches Interesse
entwickeln, wenn sie nicht auf ansprechende Weise Informationen über
Politik vermittelt bekommen. Die Politik muss junge Menschen in
Entscheidungen einbeziehen und mit ihnen in Kontakt treten."

Rückfragehinweis:

Bundesjugendvertretung
   Klaus Kienesberger
   Presse/Öffentlichkeitsarbeit
   Tel. 01 / 214 44 99 - 14
   Mobil 0676 / 880 11 - 11 46
   [email protected]
   Web: www.jugendvertretung.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | BJV

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel