• 27.09.2007, 13:17:46
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FSG-Vondrasek: Einkommensschere so schnell wie möglich schließen

Thematisierung des "Equal Pay Day 2007" zeigt "Unverzichtbarkeit der sozialdemokratische Handschrift in der Gleichstellungspolitik" auf

Wien (FSG/vida) - "Endlich sind die Einkommensunterschiede
zwischen Frauen und Männern in Österreich wieder Thema", begrüßt die
FSG- und vida-Frauenvorsitzende Elisabeth Vondrasek die
ÖGB-Forderung, die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern
mittels "pro-aktiven Gesetzen" (der Staat soll die Rahmenbedingungen
schaffen) zu schließen. "Die Einkommensschere muss so schnell wie
möglich mit strukturellen Ansätzen geschlossen werden. Wir Frauen
brauchen keine Profilierungssprüche, sondern die gemeinsame
Kraftanstrengung und den Willen aller, dieses Thema aufzugreifen",
bekräftigte Vondrasek am Donnerstag in Wien.++++

Dass das Auseinanderklaffen der Einkommensschere heute wieder
verstärkt thematisiert wird, zeige die Unverzichtbarkeit der
sozialdemokratischen Handschrift in der Gleichstellungspolitik dieses
Landes auf, so die FSG-Frauenvorsitzende weiter. "Dass Frauen in
Österreich - wie von den ÖGB-Frauen errechnet - 96 Tage im Jahr de
facto gratis arbeiten, ist inakzeptabel", sagte Vondrasek: Das habe
auch EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla im Sommer dieses Jahres bei
der Präsentation der aktuellen Daten dazu eindeutig zum Ausdruck
gebracht, indem er betonte habe, "Diese absurde Situation muss sich
ändern."

Schon im Mai 2006 hat in Brüssel eine Konferenz zur Schließung der
Lohnschere zwischen Frauen und Männern stattgefunden. Dort habe
Regine Winter, Richterin am Europäischen Gerichtshof, angemerkt, dass
"die Umsetzung des Artikel 141 Absatz 1 EG Pflicht ist, nicht Kür!",
erinnerte die FSG-Frauenvorsitzende. Dieser Artikel lautet: "Jeder
Mitgliedsstaat stellt die Anwendung des Grundsatzes des gleichen
Entgelts für Männer und Frauen bei gleicher und gleichwertiger Arbeit
sicher", schloss Vondrasek. (Schluss)

FSG, 27. September 2007 Nr. 47

Rückfragehinweis:
vida-Presse: Hansjörg Miethling, 01-546 41/111
vida im Internet: www.vida.at

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