St. Pölten (OTS) - Das NÖ Unternehmerinnenforum ist mit 800
Teilnehmerinnen die größte Veranstaltung der Wirtschaftskammer
Niederösterreich und stand diesmal ganz im Zeichen der Generationen.
Die Balance zwischen Jung und Alt ist in der Wirtschaft ein zentrales
Thema - so auch bei den "Frauen in der Wirtschaft", die zum bereits
30. Mal zu ihrem Forum luden.
Die "Generationenbalance" war das Thema beim größten Treffen der
niederösterreichischen Unternehmerinnen in Schloss Hof. Der
Schwerpunkt lag dabei auf der Betriebsübergabe/ Übernahmeproblematik.
Allein in Niederösterreich stehen in den nächsten 10 Jahren rund
8.000 Unternehmen zur Übernahme an. Das sind 13 Prozent aller
Unternehmen. Außerdem sind ca. 100.000 Arbeitsplätze davon betroffen.
Jede/r 4. niederösterreichische ArbeitnehmerIn lernt demnach in den
nächsten 10 Jahren seine neue Chefin oder seinen neuen Chef kennen.
"Eine Betriebsübergabe ist ein einschneidendes Ereignis: Auf der
einen Seite gibt man sein "Lebenswerk" in neue Hände, was oft nicht
leicht fällt, und auf der anderen Seite muss man auch alle
rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Aspekte beachten", erklärt
die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ) und
Bundesvorsitzende von Frau in der Wirtschaft, Sonja Zwazl, die beiden
Aspekte dieses Themas.
Gut beraten
Die konkrete Übergabe unterstützt und begleitet die WKNÖ mit einem
umfassenden Beratungsangebot. Neben schriftlichen Informationen wird
fast jede fünfte Betriebsübergabe von den WKNÖ-Experten auch in
persönlichen Gesprächen betreut. "Wir bieten betriebswirtschaftliche
Beratung an, wenn es um Fragen wie Übergabestrategie, Businessplan
oder Unternehmensbewertung geht. In maßgeschneiderten Teams bieten
wir Rechtsberatung für Arbeits- und Sozialversicherungsrecht,
Gewerberecht, Gesellschafts- und Steuerrecht sowie Förderungen",
erklärt Präsidentin Zwazl.
Viel erreicht
Auf Ebene der Interessenvertretung ist die WKNÖ ständig bemüht,
die rechtlichen Voraussetzungen weiter zu verbessern. In den letzten
Jahren wurde viel erreicht. "Ich denke da an Steuererleichterungen
bei Betriebsübergaben oder an das Neugründungsförderungsgesetz. An
den weiteren Anliegen arbeiten wir noch, zum Beispiel an der
Abschaffung der Miet- und Kreditvertragsgebühr oder der noch besseren
Vereinbarkeit von Familie und Beruf", erklärt Sonja Zwazl.
Startvorteil
BetriebsübernehmerInnen sichern sich einen entscheidenden
Startvorteil für den Weg ins Unternehmerleben: Sie übernehmen meist
einen gut eingeführten Betrieb, der im besten Fall auch über
Stammkunden verfügt. Deshalb haben sie auch eine höhere
"Überlebensquote" als neu gegründete Unternehmen. Nach fünf Jahren
liegt bei den Frauen die Überlebensquote in Niederösterreich um 5
Prozent höher als im Bundesdurchschnitt, nach sieben Jahren sogar um
über 6 Prozent höher.
Land der Gründerinnen
Fast jede zweite Firma in Niederösterreich wurde letztes Jahr von
einer Frau gegründet - fast 40 Prozent beträgt die Frauenquote bei
den Start Ups (siehe Grafik). "Was die Zahl der weiblichen
Neugründungen betrifft, ist Niederösterreich die unangefochtene
Nummer Eins!", freut sich die Landesvorsitzende von Frau in der
Wirtschaft, Monique Weinmann.
Rückfragehinweis:
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3100 St. Pölten, Landsbergerstraße 1
Tel.: (++43-0) 2742 / 851 DW 14100
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OTS0088 2007-09-27/10:13
271013 Sep 07
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