- 27.09.2007, 10:00:00
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"Konsument" testet Alarmanlagen-Angebote fürs Eigenheim
Auffallende Preisunterschiede. Funkanlagen dominierend.
Wien (OTS) - Im Durchschnitt findet in Österreich jede halbe
Stunde ein Einbruch statt. Alarmanlagen geben ein Gefühl größerer
Sicherheit, allerdings will vor einer solchen Investition gut
überlegt sein, wie man bei der Sicherung des Eigentums am besten
vorgeht. "Konsument" hat deshalb gemeinsam mit Experten des
Kriminalpolizeilichen Beratungsdienstes die Angebote von zehn
Alarmanlagen-Errichtern unter die Lupe genommen. Fazit: Die Anbote
von sechs Firmen sind großteils in Ordnung.
Selbst mit Alarmanlage lässt sich ein Einbruch nicht vollständig
ausschließen. Bereits Hinweise auf das Vorhandensein einer
Alarmanlage schrecken aber rund siebzig Prozent der Einbrecher ab.
Die Schutzkonzepte sind jedoch sehr unterschiedlich: vom
Außenhautschutz, der den Einbrecher schon beim Eindringen in das Haus
meldet, über die Innenraumüberwachung, die nur ausgewählte Räume
absichert, bis hin zum Objektschutz, bei dem wertvolle Gegenstände
zum Beispiel durch einen Magnetkontakt geschützt sind.
Für die Wirksamkeit ist eine umfassende Bestandsaufnahme des
Bedrohungsszenarios unerlässlich. Erstaunlicherweise verlangten
allerdings nur zwei der Anbieter ("Polster" und "Jandrisovits") einen
Plan des zum Testzweck vorgesehenen Einfamilienhauses. Weitere
wesentliche Prüfkriterien waren Preis und Leistung. Der
Angebotsvergleich ergab enorme Preisunterschiede von 1.500 bis 7.000
Euro. Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bot vor allem "S3 Slauf
Security Systems" mit 15 Meldern zu 2.300 Euro.
Bei der Wahl der Alarmanlage ist auch die Entscheidung, ob
funkgesteuertes oder verkabeltes System grundlegend. Letzteres ist
zwar gegen Funkstörungen gefeit, allerdings kann die nachträgliche
Verkabelung eines Hauses teuer kommen. Sieben von zehn untersuchten
Angeboten basierten auf dem Funksystem. Wofür man sich auch
entscheidet: Die Qualität der verwendeten Komponenten sollte stimmen.
Verlässlichstes Zeichen dafür ist das Zertifikat des VSÖ (Verbandes
der Sicherheitsunternehmen Österreichs) bzw. des deutschen Pendants
VDS. Übrigens: Viele Versicherungen gewähren eine Ermäßigung auf die
Haushaltsversicherung bei Einbau einer Alarmanlage, sofern sie das
VSÖ-Prüfsiegel tragen und von einer anerkannten Errichterfirma
eingebaut und gewartet werden.
Die beste Alarmanlage hilft allerdings nichts, wenn nicht auch der
richtige Umgang damit geübt wird. Versicherungen zahlen im
Schadensfall nur, wenn die Anlage immer scharf gestellt ist. "So ist
es ratsam, sich ein Blockschloss an der Eingangstür zuzulegen, das
mit dem Sperren des Hausschlüssels die Anlage aktiviert oder
deaktiviert. Das schützt zudem vor Fehlalarmen, die teuer werden
können", so "Konsument"-Experte Mirko Bernhard.
Mehr zum Thema im Oktober-"Konsument" und auf www.konsument.at.
Rückfragehinweis:
Verein für Konsumenteninformation/ Testmagazin "Konsument" Mag. Sabine Burghart Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 01/588 77 - 256 Email: [email protected] www.konsument.at
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