- 26.09.2007, 12:16:46
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Starke Verschlechterung der österreichischen Position im Korruptionswahrnehmungsindex der internationalen Anti-Korruptions-NGO Transparency International
Transparency International - Austrian Chapter (TI-AC): Zeit für systematische Verbesserung der Korruptionsbekämpfung
Wien (OTS) - Der Korruptionswahrnehmungsindex 2007 spiegelt die
Wahrnehmung von Korruption im öffentlichen Sektor in 180 Ländern
wider. Der Korruptionswahrnehmungsindex (Corruption Perceptions
Index) ist ein zusammengesetzter Index, der auf Expertenumfragen
unter Managern multinationaler Unternehmen und Einschätzungen
spezialisierter Unternehmensberatungsinstitute zur Verbreitung von
Korruption im staatlichen Sektor basiert. Für jedes untersuchte Land
wird ein Punktwert zwischen null und zehn errechnet, wobei ein Wert
von null
Punkten ein sehr hohes Maß an wahrgenommener Korruption angibt,
während zehn Punkte bedeuten, dass in diesem Land kaum Korruption
wahrgenommen wird.
Österreich konnte zwischen 1995 und 2005 seine Position im
Korruptionswahrnehmungsindex zunächst stetig verbessern und zur
Spitzengruppe besonders korruptionsarmer Staaten aufschließen
(Spitzenwert war 2005 mit 8,7 Punkten und weltweit Rang zehn). 2006
fiel Österreich in dieser internationalen Einschätzung mit 8,6
Punkten geringfügig auf den elften Platz zurück, 2007 ist ein Absturz
auf nur mehr 8,1 Punkte und Platz 15 zu verzeichnen. Offenkundig
haben die in den vergangenen Jahren virulenten Affären sich nun in
einer deutlich kritischeren internationalen Wahrnehmung Österreichs
niedergeschlagen.
Transparency International - Austrian Chapter (TI -AC) verweist
aus diesem Anlass darauf, dass das österreichische System der
Korruptionsprävention Schwachstellen aufweist. In seiner
Pressekonferenz am 26. September präsentiert TI - AC daher
Forderungen für eine verbesserte Korruptionsbekämpfung. Die
Anti-Korruptions-Organisation nimmt in diesem Forderungspaket
durchaus anerkennend zur Kenntnis, dass die gegenwärtige
Bundesregierung bereits einige wichtige Initiativen (den Entwurf
eines Strafrechtsänderungsgesetzes durch das Justizministerium, die
Erarbeitung eines Code of Conduct für den öffentlichen Dienst)
eingeleitet hat, deren tatsächliche Umsetzung gefordert wird.
Zugleich legt TI den Finger auf Schwachstellen vor allem im Bereich
öffentlicher Auftragsvergaben und der Politikfinanzierung.
Rückfragehinweis:
mailto:[email protected]
www.ti-austria.at
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