• 20.09.2007, 14:03:00
  • /
  • OTS0255 OTW0255

FSG-Vondrasek: Echte Verbesserung statt halber Sachen bei Reform des Kindergelds

"Hätte mir von ehemaliger Gewerkschafterin Eintreten für ArbeitnehmerInnen erwartet"

Wien (FSG/vida) - "Die Regierung muss die zwei Wochen bis zur
Beschlussfassung der Kindergeldreform im Ministerrat nutzen, um die
bestmögliche Regelung für die Familien zu schaffen. Dazu gehört die
Einführung der Arbeitszeitgrenze ebenso wie die Zulassung der
größtmöglichen Flexibilität bei der Bezugsdauer", sagt FSG- und
vida-Frauenvorsitzende Elisabeth Vondrasek. Enttäuscht ist Vondrasek
von der Blockadepolitik der Familienministerin. "Von der Ministerin -
als ehemaliger Gewerkschafterin - hätte ich mir erwartet, dass sie
die Anliegen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kennt und ihre
Augen nicht vor den Anforderungen der Arbeitswelt verschließt", sagt
Vondrasek. ++++

In einer gemeinsamen Stellungnahme zum Kindergeld haben die
Sozialpartner die Einführung von vier verschiedenen Modellen der
Bezugsdauer gefordert - im Entwurf der Familienministerin ist nur die
Wahlmöglichkeit zwischen der aktuellen Bezugsdauer von 30 + 6 Monaten
und dem Bezug von 15 + 3 Monaten vorgesehen. "Ich verstehe nicht,
warum sich die Ministerin gegen eine weitere Flexibilisierung, wie
wir sie fordern, sperrt", sagt Vondrasek. Konkret ist im
Sozialpartner-Papier auch ein Bezug für 20 plus 4 Monate vorgesehen,
wobei das Kindergeld dann 630 Euro pro Monat betragen würde und ein
Modell für 24 plus 5 Monate, mit einem Kindergeld in Höhe von 530
Euro.

Vehement gefordert wird von den Gewerkschaften auch die Einführung
der Wahlmöglichkeit zwischen Zuverdienstgrenze und Arbeitszeitgrenze.
"Wer seine Arbeitszeit auf 24 Stunden die Woche reduziert, für den
bzw. die soll keine Zuverdienstgrenze gelten. Gerade gut
qualifizierte Frauen haben bei der Vereinbarkeit von Beruf und
Kinderbetreuung größte Schwierigkeiten. Das sind genau jene Frauen,
die die Ministerin als Hochschul-Gewerkschafterin vertreten hat.
Frauenministerin Bures engagiert sich dafür, dass das Kindergeld auch
für diese Frauen passt, die Familienministerin blockiert da
unverständlicher Weise die Verbesserung", so Vondrasek.

Die Einführung der Arbeitszeitgrenze würde auch die
partnerschaftliche Teilung der Kinderbetreuung erleichtern und mehr
Väter als bisher dazu motivieren, in Karenz zu gehen. "Die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu fördern, ist eine klassische
Aufgabe der Familienministerin. Wir fordern Ministerin Kdolsky auf,
ihre Diskussionsverweigerung zu überdenken. Anstatt ein Reförmchen zu
beschließen, das in wenigen Jahren wieder repariert wird, muss gleich
eine Kindergeldreform beschlossen werden, die den Eltern tatsächlich
eine umfassende Verbesserung bringt", so Vondrasek abschließend.

FSG, 20. September 2007 Nr. 46

Rückfragehinweis:
vida Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Martina Fassler
Tel: 01/54641-117
[email protected]
www.vida.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGS

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel