• 20.09.2007, 10:00:50
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Baxter stärkt seinen Forschungsstandort in Orth an der Donau

Wien (OTS) - Forschungszentrum vor 25 Jahren eröffnet - Mit 600
Mitarbeitern größter BioScience-Forschungsstandort von Baxter -
Labor-Erweiterung "LEO 1" in Orth jetzt im Vollbetrieb, LEO2 bereits
im Bau - Wissenschaftsminister Dr. Hahn: "Leuchttürme in der
Forschung stärken das ganze Land".

Baxter baut sein Biomedizinische Forschungszentrum in Orth an der
Donau (NÖ) im 25. Jahr seines Bestehens zügig weiter aus: Morgen
(21.9.) wird das Unternehmen anlässlich der Feier zum 25jährigen
Jubiläum offiziell den Labor-Erweiterungsbau "LEO1" für den
Vollbetrieb eröffnen (LEO: "Lab Extension Orth").

Die Ausbaustufe LEO2 ist bereits im Bau, die Fertigstellung ist
für Mitte 2008 geplant. Die Gesamtinvestitionssumme für beide
Projekte (LEO 1 und LEO 2) beträgt ca. 50 Millionen Euro. Seit Anfang
des letzten Jahres hat Baxter im Forschungszentrum Orth 120 neue
Mitarbeiter eingestellt. Bis Ende 2007 sollen weitere 40 dazukommen.
Die Baxter AG beschäftigt 3.100 Mitarbeiter vor allem an den
Standorten Wien und Orth. Damit ist Österreich einer der größten
Standorte des Konzerns außerhalb der USA.

"Im Forschungszentrum Orth arbeiten derzeit 600 Mitarbeiter
schwerpunktmäßig an der Erforschung, Entwicklung und Produktion
innovativer biopharmazeutischer Präparate", erklärte Dr. Hartmut
Ehrlich, Vorstand der Baxter AG und verantwortlich für die weltweiten
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Baxter-Geschäftsbereichs
BioScience. "Das Forschungszentrum Orth ist gemeinsam mit
Forschungsabteilungen der Baxter AG in Wien das Herzstück der
Bioscience-Forschung von Baxter weltweit."

"Unternehmen wie Baxter haben eine Strahlkraft, die sich nicht in
Geld ausdrücken lässt", erklärte Wissenschaftsminister Dr. Johannes
Hahn bei der Pressekonferenz des Unternehmens. "Leuchttürme in der
Forschung auch in Unternehmen ziehen internationale Spitzenköpfe an
und stärken damit nicht nur das Unternehmen selbst sondern das ganze
Land."

Mit Initiativen wie der Kinderuni oder Programmen wie "Sparkling
Science" will der Minister daher mehr junge Leute für
Naturwissenschaften und Technik begeistern: "Der Forscherdrang von
Kindern sollte erst gar nicht abreißen."

*Eines der wichtigsten Konzern-Produkte stammt aus Forschung
in Orth*

Im Baxter-Forschungszentrum Orth werden insbesondere Impfstoffe
und gentechnisch gewonnene (rekombinante) therapeutische Proteine
entwickelt. Als Beispiel für eine erfolgreiche Produktentwicklung der
letzten Jahre nannte Ehrlich ADVATE(R), ein gentechnisch
hergestelltes Faktor VIII-Konzentrat zur Behandlung der Hämophilie A,
das ohne Zusatz von menschlichen oder tierischen Plasmaproteinen im
Herstellungsprozess auskommt. "Dieses Präparat ist heute eines der
wichtigsten Produkte des ganzen Konzerns und basiert wesentlich auf
den Zellkultur-Kompetenzen, die hier in Orth gebündelt sind", sagte
Ehrlich. Mit ADVATE wird Baxter heuer voraussichtlich über eine
Milliarde Dollar Umsatz erzielen.

Patienten mit Hämophilie A können den für eine wirksame
Blutgerinnung notwendigen Gerinnungsfaktor VIII nicht oder nicht
ausreichend bilden. Ohne die Zufuhr von Faktorpräparaten kommt es zu
häufigen und schmerzhaften Blutungen, vor allem in die Gelenke. Ohne
Behandlung sterben die von der schweren Form dieser Erkrankung
betroffenen Patienten oftmals schon im Kindesalter, unter anderem an
Hirnblutungen. Durch prophylaktische Behandlung mit Faktor
VIII-Präparaten erreichen die Patienten eine weitgehend normale
Lebenserwartung.

*Vero-Zell-Technologie aus Orth für Impfstoff-Produktion*

Als Plattform-Technologie für die Herstellung von Impfstoffen
haben
Baxter-Forscher in Orth die "Vero-Zell"-Technologie entwickelt.
Jüngster Erfolg dieser Impfstoff-Technologie: Erst im August hat die
britische Regierung - ähnlich wie im Vorjahr die österreichische -
Baxter den Auftrag erteilt, für den Falle einer Vogelgrippe-Pandemie
den entsprechenden H5N1-Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Baxter
kann mit seiner Vero-Zell-Technologie einen H5N1-Grippe-Impfstoff in
nur 12 Wochen herstellen. Das ist deutlich schneller, als mit
bebrüteten Hühnereiern, die bei der herkömmlichen Produktion von
Grippeimpfstoffen eingesetzt werden. Und im Falle einer weltweiten,
auf den Menschen übertragbaren Vogelgrippe-Welle (Pandemie) ist Zeit
knapp.

Baxter wird die Vero-Zell-Technologie auch für die Herstellung
eines saisonalen Grippeimpfstoffes nutzen. Dieser neue Impfstoff wird
derzeit in klinischen Studien getestet. Erste Daten aus einer Studie
mit 940 Teilnehmern zeigen, dass dieser in Orth hergestellte
Impfstoffkandidat gut verträglich ist und eine starke Bildung von
Antikörpern bewirkt.

"Die Vero-Zell-Technologie, die wir in Orth entwickelt haben, hat
sich als Plattform für die Herstellung von ganz unterschiedlichen
Impfstoffen bewährt", sagte Univ.-Doz. Dr. Noel Barrett Vorstand der
Baxter AG und verantwortlich für die Forschungs- und
Entwicklungsaktivitäten des Baxter-Geschäftsbereichs Impfstoffe.
Außer zu den Aufträgen über H5N1-Grippeimpfstoffe hat diese
Technologie auch dazu beigetragen, dass Baxter in den letzten Jahren
von Gesundheitsbehörden der USA und anderer Staaten den Auftrag zur
Entwicklung bzw. Herstellung von SARS- und Pocken-Impfstoffen
erhielt. "Unsere Impfstoff-Kompetenz ist weltweit anerkannt", so
Barrett.

*FSME-Impfstoff war Grundlage für Impfstoff-Kompetenz*

In Österreich wurde der "Zecken-Impfstoff" zum Schutz vor FSME vor
30 Jahren erstmals zugelassen. Das Forschungszentrum in Orth war seit
seiner Gründung für die Qualitätskontrolle und die Weiterentwicklung
des Produktes zuständig. 1999 verlagerte man auch die Produktion des
Wirkstoffes für den in vielen europäischen Ländern eingesetzten
Impfstoff von Wien in das Forschungszentrum in Orth. Knapp zehn
Prozent der Mitarbeiter des Zentrums sind in der kommerziellen
Impfstoffproduktion beschäftigt. Das Forschungszentrum wurde damit zu
einem integrierten Forschungs- und Produktionsstandort.

*Über das Biomedizinische Forschungszentrum Orth *

Das Forschungszentrum ist ein integrierter Forschungs- und
Produktionsstandort der Baxter AG. Das Zentrum beschäftigt ca. 600
Mitarbeiter, knapp 10% davon in der Impfstoffproduktion. Mehr als die
Hälfte der Mitarbeiter (55%) kommt aus Niederösterreich. Zum
Forschungszentrum gehören 27 Gebäude mit 42.000m2 überbauter Fläche
auf einem insgesamt 263.000m2 großen Areal. Das Zentrum verfügt über
eine eigene Wasserversorgung, ein eigenes Heizkraftwerk und eine
unabhängige Notstromversorgung.

Das Biomedizinische Forschungszentrum in Orth verfügt u. a über
drei "Pilotanlagen", in denen neuartige biotechnologische
Produktionsschritte und -verfahren für Impfstoffe und rekombinante
Proteine im Industriemaßstab entwickelt werden. Bei
biotechnologischen Präparaten ist die Verfahrensentwicklung ein
entscheidender Teil der
Produktentwicklung.

*Über Baxter International und Baxter in Österreich*

Die Baxter International Inc. und ihre Tochtergesellschaften
unterstützen medizinisches Fachpersonal und ihre Patienten bei der
Behandlung komplexer Erkrankungen wie Krebs, Hämophilie,
Immunerkrankungen, Nierenerkrankungen und Traumata. Das Unternehmen
stellt seine Expertise in den Bereichen Biotechnologie, Verabreichung
von Arzneimitteln und Spezialtherapeutika zur Verfügung, um
Menschenleben zu retten und zu erhalten.

Die Produktions- und Forschungsaktivitäten von Baxter in
Österreich sind in der Baxter AG zusammengefasst. Die Baxter AG
produziert und entwickelt für den Konzern Medikamente aus Blutplasma
und Impfstoffe und erforscht und entwickelt rekombinante Proteine.
Das Unternehmen beschäftigt an den Standorten Wien und Orth (NÖ)
sowie in 7 österreichischen Plasmazentren 3.100 Mitarbeiter. Das
Forschungszentrum wurde 1982 von der damaligen Immuno AG gegründet.
Baxter International hat die Immuno vor zehn Jahren übernommen. Die
Baxter AG ist Teil der Baxter International Inc. (USA). Weltweit
erzielte das Unternehmen 2006 mit 45.000 Mitarbeitern 10,4 Milliarden
Dollar Umsatz.

Den Vertrieb der Baxter-Produkte auf dem österreichischen Markt
verantwortet die Baxter Vertriebs-GmbH (Wien) mit 75 Mitarbeitern.
Hauptumsatzträger sind zwei Produkte, die eng mit dem
Forschungszentrum verbunden sind: der FSME-Impfstoff
(Wirkstoffproduktion in Orth) und das in Orth entwickelte
rekombinante Faktor VIII Präparat ADVATE.

/Diese Pressemitteilung beinhaltet vorausschauende Aussagen über
die Impfprodukte des Unternehmens, unter anderem in Bezug auf
klinische Studien, Zulassungen und Vorteile der Impfprodukte. Diese
Voraussagen beruhen auf Annahmen hinsichtlich zahlreicher wichtiger
Faktoren, von denen die tatsächlichen Ergebnisse abhängen, so dass
diese möglicherweise erheblich von den Voraussagen abweichen. Zu
diesen Faktoren zählen: zusätzliche klinische Ergebnisse, die die
Sicherheit und Wirksamkeit der Produkte belegen; Marktakzeptanz der
mit dem Vero-Cell-Verfahren hergestellten Impfstoffe im Vergleich zu
aus Eiern oder mit anderen Verfahren gewonnenen Vakzinen; das
unveränderte Interesse der Öffentlichkeit an der Bekämpfung der
Vogelgrippe und anderer pandemischer Bedrohungen; sowie anderen
Risiken, die das Unternehmen auf dem aktuellen Formular 10-Q und
anderen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) eingereichten
Unterlagen erfasst hat, die allesamt auf der Internetseite des
Unternehmens eingesehen werden können. Das Unternehmen verpflichtet
sich nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren./

Rückfragehinweis:
Mag. Markus Reinhard
Baxter AG
Industriestraße 67, 1220 Wien
Telefon: 01-20100-0
mailto:[email protected]

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