• 17.09.2007, 13:15:26
  • /
  • OTS0179 OTW0179

World Payments Report 2007: Erfolg der Single Euro Payments Area (SEPA) hängt von Anreizen seitens der Regulatoren ab

Wien (OTS) - Nach Analyse der derzeitigen Marktentwicklung ist es
unwahrscheinlich, dass ohne Eingreifen der Regierungsbehörden die
geforderte kritische Masse von SEPA konformen Zahlungsvolumina bis
Ende 2011 sichergestellt werden kann. Bis Ende 2010 ist ein Erreichen
nach derzeitigem Stand nahezu ausgeschlossen. Vor allem Unternehmen
und der Öffentliche Sektor müssen zu einer Annahme der
Zahlungsinstrumente nach SEPA-Standard ermuntert werden, so dass der
einheitliche Euro-Zahlungsraum in vollem Umfang verwirklicht werden
kann. Das ist die Kernaussage des diesjährigen World Payments Report
des Beratungsunternehmens Capgemini gemeinsam mit der ABN AMRO und
der European Financial Management & Marketing Association (EFMA).

Allein über das Transaktionsvolumen aus dem öffentlichen Sektor
können 29 Prozent der kritischen Masse für SEPA-konforme
Überweisungen und -Lastschriften erreicht werden. Rechnet man den
Zahlungsverkehr von Unternehmen hinzu, kann ein ausreichendes Volumen
an Transaktionen im Jahr 2010 erreicht oder sogar übertroffen werden.

"Viele Unternehmen mit starkem nationalem Fokus zögern noch, sich
mit der Einführung von SEPA-Zahlungsmitteln zu beschäftigen. Sie
argumentieren, dass dies Aufgabe der Banken und Regulatoren sei. Das
zeigt, dass sowohl behördliche als auch wirtschaftliche Anreize
notwendig sind, um diese Unternehmen zum Handeln zu bringen", sagt
Patrick Desmares, Generalsekretär der EFMA.

Nach dem derzeitigen Stand der SEPA-Implementierung und der im
Frühjahr 2007 veröffentlichten nationalen Migrationspläne von 13
Staaten ist nicht zu erwarten, dass die notwendige kritische Masse an
SEPA-konformen Zahlungen vor Ablauf der angestrebten Frist in knapp
über drei Jahren erreicht wird. Einige Länder würden sogar gerne ihre
alten Zahlungsstrukturen beibehalten solange eine Nachfrage danach
vorhanden ist.

"Die kritische Masse an SEPA Überweisungen und SEPA Lastschriften
muss schnell erreicht werden, um die Zahlungsverkehrskosten niedrig
zu halten und den Nutzen aus SEPA als auch der Payment Services
Directive der Europäischen Union zu ziehen", so Jan Michalewicz,
Zahlungsverkehrsexperte bei der Beratungsgesellschaft Capgemini
Consulting. "Insbesondere für die Banken bedeuten Verzögerungen
steigende Kosten, da die alten Strukturen parallel neben den neuen
Zahlungsverkehrssystemen aufrecht erhalten werden müssen."

Schätzungen zu drohenden Umsatzeinbußen bestätigt

Die diesjährigen Analysen und Gespräche mit großen europäischen
Banken bestätigen die Schätzungen zum Einfluss der SEPA auf die
Erlöse aus dem Zahlungsverkehr aus dem Jahr 2006. Diese Erlöse werden
in einigen Teilbereichen des Marktes bis zum Jahr 2012 zwischen 38
und 62 Prozent sinken. Umso mehr müssen die europäischen Banken ihre
Geschäftsmodelle im Zahlungsverkehr überprüfen und sich für eine
strategische Vorgehensweise entscheiden. Zur Auswahl stehen drei
Optionen: Nischenanbieter, Niedrigpreisanbieter oder Industrieführer.
Für etliche der Finanzinstitute bedeutet dies, dass sie zumindest
einen Teil ihrer Zahlungsverkehrsaktivitäten an Dritte auslagern
müssen.

Weitere Resultate sowie die Studie zum Download finden Sie unter:
http://www.at.capgemini.com/presse/pressemitteilungen/wpr_2007/

Rückfragehinweis:
Capgemini Consulting Österreich AG
Corporate Communications
Mag. Marianna Kornfeind
Tel.: 01/21163-8972
mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | CPG

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel