• 17.09.2007, 12:39:40
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FSG: Die Pädagogischen Hochschulen - ein Irrweg

Am 18. September 2007 findet die Gründungsfeier der Pädagogischen Hochschulen statt

Wien (FSG) - "Die Pädagogischen Hochschulen sind ein teurer Irrweg
in der LehrerInnenausbildung", meint der Vorsitzende der Fraktion
Sozialdemokratischer PflichtschullehrergewerkschafterInnen, Herbert
Modritzky, "dieses Relikt aus der Zeit der blauschwarzen
Regierungszeit gehört endlich in Richtung zukunftsweisende Ausbildung
der LehrerInnen Österreichs verändert." ++++

Die Pädagogischen Hochschulen, wie sie sich derzeit präsentieren,
sind weder Schulen, wie es die Pädagogischen Akademien waren, noch
sind sie Universitäten, wie manche in der Öffentlichkeit aufgrund des
Namens glauben. Das zeigt sich in der Tatsache, dass Berechtigungen,
die an der Pädagogischen Hochschule erworben werden, von den
Universitäten anerkannt werden können, aber nicht müssen - ein
Kuriosum. Ferner ist nicht gewährleistet, dass die Abschlüsse von
anderen Staaten akzeptiert werden. Ein Armutszeugnis im Hinblick auf
die Internationalisierung Österreichs.

"Das kleine Österreich leistet sich eine Zwei-Klassen-Ausbildung
für LehrerInnen. Das ist weder ökonomisch noch pädagogisch sinnvoll.
Die AHS -LehrerInnen werden weiterhin an der Universität ausgebildet,
die PflichtschullehrerInnen an der Pädagogischen Hochschule. Wer soll
das verstehen?" fragt sich Modritzky. "Und das vor dem Hintergrund
einer breiten Diskussion über die neue Mittelschule, in der alle
LehrerInnengruppen gemeinsam unterrichten sollen. Die
Zwei-Klassen-Ausbildung bedeutet demnach, dass es auch LehrerInnen
zweiter Klasse geben wird."

Die Fraktion Sozialdemokratischer Pflichtschul-GewerkschafterInnen
anerkennt die Bemühungen von Ministerin Schmied, auf der Mittelstufe
Reformen umsetzen zu wollen. Die Frage der Ausbildung der LehrerInnen
darf dabei aber nicht zu kurz kommen. Das Ziel muss ein moderner,
international anerkannter, universitärer Abschluss für alle
LehrerInnengruppen sein, der sowohl den fachwissenschaftlichen als
auch den pädagogisch didaktischen Anforderungen entspricht.

"Die Devise kann nur lauten: Zurück an den Start und den Spuk
Pädagogische Hochschulen so bald wie möglich beenden. Als
GewerkschafterInnen beteiligen wir uns gerne an der
Entwicklungsarbeit für ein neues Modell der LehrerInnenausbildung in
Österreich", schließt Modritzky.

FSG, 17. September 2007 Nr. 45

Rückfragehinweis:
Herbert Modritzky
FSG - Vors. in der Pflichtschule
0664/181 09 49

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