- 12.09.2007, 12:17:53
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Matznetter: Finanzministerium ist Vorreiter bei E-Government
Wien (SK) - Bei der Eröffnung des Internet Summit Austria 2007 des
Verbandes der österreichischen Internet Service Provider (ISPA) sagte
Finanzstaatssekretär Christoph Matznetter in seiner Ansprache, dass
die Politik dafür sorgen müsse, dass die Verwaltung alle
Möglichkeiten aus den modernen Kommunikationsformen im Rahmen von
E-Government nützen müsse. Das Bundesministerium für Finanzen habe
als erstes Ministerium und bei weitem am stärksten
E-Government-Applikationen umgesetzt. "FinanzOnline hat heute bereits
1,3 Millionen User, was für uns die Spitzenposition innerhalb Europas
bedeutet. Und darauf sind wir sehr stolz", sagte der Staatssekretär.
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In manchen Bereichen des E-Governments sei Österreich noch nicht
dort, wie wir hinkommen wollen. Und deshalb habe die neue
Bundesregierung auch einen besonderen Schwerpunkt im E-Government
gesetzt. Etwa die Plattform www.help.gv.at solle sich zu einer echten
Drehscheibe in der Kommunikation zwischen BürgerInnen und Staat
entwickeln, so Matznetter weiter.
Matznetter machte auf die enormen gesellschaftlichen Veränderungen
aufmerksam, die mit der Nutzung des Internets Einzug gehalten hätten.
Die Möglichkeiten der Kommunikation auf elektronischem Weg seien ein
großer Umbruch an der Schwelle ins 21. Jahrhundert gewesen und es
gehe darum, dafür zu sorgen, dass ein möglicht großer Teil der
Gesellschaft daran teilhaben könne, so der Staatssekretär. In der
Altersgruppe zwischen 14 und 19 Jahren könne Österreich eine
Internetnutzung von 93 Prozent verzeichnen. In der Altersgruppe der
über 60-Jährigen hingegen nütze nur jede 4. Person das Internet. Hier
gebe es dringenden Handlungsbedarf, denn die über 60-Jährigen würden
fast ein Drittel der Gesellschaft ausmachen, machte Matznetter
deutlich.
Gleichzeitig gebe es auch ein Problem der regionalen Verteilung.
Nicht alle Regionen Österreichs seien an die notwendige Infrastruktur
für die Internetnutzung angeschlossen. Daher werde die
Bundesregierung eine Breitbandinitiative mit 100 Millionen Euro
umsetzen, die dazu führen solle, dass in jeder kleinen Gemeinde eine
leistungsstarke Infrastruktur für einen Breitbandanschluss bestehe.
"Wir brauchen in jedem kleinsten Dorf denselben Breitbandanschluss
wie im urbanen Raum", sagte der Staatssekretär.
In seiner Eröffnungsrede erinnerte Matznetter daran, dass die
Europäische Union festgelegt habe, die Agrarförderung der Jahre 2007
bis 2013 zu senken und gleichzeitig mehr Geld für die Entwicklung des
ländlichen Raumes zur Verfügung zu stellen. "Ich frage mich, wo das
Landwirtschaftsministerium die Gelder für Breitbandanschlüsse im
ländlichen Raum vorgesehen hat?" Hier habe das
Landwirtschaftsministerium Aufklärungsbedarf, schloss Matznetter.
(Schluss) sl/mp
Rückfragehinweis: Mag. Dagmar Strobel, Pressesprecherin des
Staatssekretärs, Tel: 01-51433-500054
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
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