• 10.09.2007, 11:51:54
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Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband Wien (SWV): Ethnische Ökonomien für den Wirtschaftsstandort Wien unverzichtbar

SWV Veranstaltung für zugewanderte UnternehmerInnen im Museumsquartier

Wien (OTS) - "Miteinander-Füreinander" lautete das Motto der
Veranstaltung des SWV Wien im Wiener Museumsquartier für
zugewanderte UnternehmerInnen. "Unser "Danke " an die ZuwanderInnen
für ihre Verdienste um die Wiener Wirtschaft hat bereits Tradition.
Ich möchte den zugewanderten UnternehmerInnen diesmal aber besonders
dafür danken, dass sie immer mehr Lehrlinge ausbilden. Sie geben der
Jungend in unserer Stadt eine Chance und das ist ein wichtiger
Baustein für die Beschäftigung in unserer Stadt", so Fritz Strobl,
Präsident des SWV Wien.

Entfall der Lohnnebenkosten für die Einstellung der ersten
Mitarbeiterin/des ersten Mitarbeiters für ein Jahr

Der SWV Wien legte bei seiner diesjährigen Einladung ins
Museumsquartier seinen Fokus zusätzlich auf die JungunternehmerInnen.
"Denn erstens gibt es viele personelle und zweitens viele inhaltliche
Überschneidungen", so der Vize-Präsident der WKO. Als Beispiel dafür
nannte Strobl die soziale Absicherung, den Zugang zu günstigen
Krediten und die Firmenstruktur.

"Sowohl bei den zugewanderten UnternehmerInnen als auch bei den
JungunternehmerInnen gibt es viele Einpersonenunternehmen (EPU).
Viele wollen wachsen, neue MitarbeiterInnen einstellen, aber wir
wissen, dass der Sprung von keinen Beschäftigten hin zur ersten
Mitarbeiterin/zum ersten Mitarbeiter für viele EPU der Größte und
Schwierigste ist. Der wirksamste Ansatz um den EPU die Einstellung
von MitarbeiterInnen zu erleichtern, ist der Entfall der
Lohnnebenkosten für die erste Mitarbeiterin bzw. den ersten
Mitarbeiter im ersten Jahr", forderte WKO-Vize-Präsident Strobl.

Wiens Integrationsstadträtin Sandra Frauenberger unterstrich
ebenfalls die Bedeutung der ethnischen Ökonomien für den
Wirtschaftsstandort Wien und präsentierte Maßnahmen für eine bessere
Unterstützung der UnternehmerInnen mit Migrationshintergrund.

Unternehmen von ZuwanderInnen zu fördern, heißt bessere
Arbeitsmarktchancen für ALLE

Wien liegt im Zentrum des neuen Europas und Wien ist die
wirtschaftliche Drehscheibe für Mittel- und Osteuropa. Gerade in
diesem Kontext, so Frauenberger, stellen die sogenannten ethnischen
Ökonomien, die Unternehmen von ZuwanderInnen und die damit
verbundenen sprachlichen sowie kulturellen Kompetenzen eine wertvolle
Bereicherung dar. "Sie sind damit für den Ausbau der
Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Wien unverzichtbar", betonte die
Integrationsstadträtin.

Als eine der wesentlichsten Zielsetzungen ihrer
Integrationspolitik nannte Frauenberger die Verbesserung der
Arbeitsmarktchancen von ZuwanderInnen. Das müsse, so die
Integrationsstadträtin, aber auch Hand in Hand mit einer
Unterstützung für die ethnischen Ökonomien gehen. "Unternehmen von
ZuwanderInnen sind nicht mehr auf einige wenige Branchen beschränkt,
sondern haben mittlerweile alle Branchen erobert! Hier geht es also
um nichts weniger als die Sicherung bzw. Neuschaffung von
Arbeitsplätzen sowie um zusätzliche Lehrstellen und damit um die
Verbesserung der sozialen Lage von ZuwanderInnen insgesamt! Daher
fördern und beraten wir UnternehmerInnen jetzt ganz gezielt", so
Frauenberger.

Unterstützung bei der Ausbildung von Lehrlingen

Ein wesentlicher Aspekt ist dabei die Unterstützung bei der
Lehrlingsausbildung. Das heißt: Die Stadt Wien, das AMS-Jugendliche,
die Arbeiterkammer Wien und der Wiener ArbeitnehmerInnen
Förderungsfonds informieren und beraten gemeinsam mit der
Wirtschaftskammer Wien ZuwanderInnen - Betriebe über die
Lehrausbildung, um sie verstärkt dafür zu gewinnen. Das reicht vom
Erwerb des sogenannten Feststellungsbescheides, also der
Berechtigung, Lehrlingen auszubilden, bis hin zur Förderung der
Qualifizierung von LehrlingsausbildnerInnen und der kostenlosen
Unterstützung bei der Suche und Auswahl von geeigneten Lehrlingen
durch muttersprachliche Lehrlingsfinder. Erfolgreich umgesetzt wird
diese gemeinsame Initiative durch intensive Kooperation mit
zahlreichen MigrantInnenorganisationen, die hier quasi als Türöffner
für die Unternehmen fungieren. "Letztlich geht es bei diesem Projekt
vor allem auch darum, klar zu machen, wie wichtig die Lehrausbildung
für die Zukunftschancen der Jugendlichen, für ihre soziale
Absicherung und ihre Karriereperspektiven ist. In den kommenden drei
Jahren sollen durch diese Maßnahme jedenfalls zusätzlich 150
Lehrstellen geschaffen werden", betonte Frauenberger.

Informations- und Beratungsangebot der Stadt Wien wird ausgebaut

Ausgebaut wird auch das generelle Informations- und
Beratungsangebot für ZuwanderInnenunternehmen. "Denn viele wissen
nichts von den vorhandenen Fördermöglichkeiten. Das hat auch die von
der Stadt Wien in Auftrag gegebenen Studie zu den ethnische Ökonomien
ergeben. Wir müssen die Menschen daher verstärkt dort abholen, wo sie
stehen. Das heißt: Informationen mit muttersprachigen BeraterInnen
direkt in die Vereine und ZuwanderInnenlokale zu bringen, auch in
Form mobiler Beratungsdienste. An einer entsprechenden
Unterstützungsschiene und am Aufbau eines Business Netzwerkes für
ZuwanderInnen Unternehmen wird bereits gearbeitet", so Frauenberger
abschließend.

Rückfragehinweis:

Mag. Marion Enzi
   Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
   Sozialdemokratischer Wirtschaftsverband
   Mariahilfer Straße 32/1, 1070 Wien
   Tel.: +43(1)5224766-12, Fax: +43(1)5262352
   Mobil: +43(0)664-8304337
   [email protected] 
   www.wirtschaftsverband.at

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