• 06.09.2007, 12:50:18
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BIO AUSTRIA fordert Schulterschluss der Agrarspitze gegen Gentechnik auch bei Agro-Energieproduktion

Wien (OTS) - Die österreichischen Biobäuerinnen und Biobauern
begrüßen das heutige Bekenntnis von Bundesminister Pröll, seinen
bisherigen Kurs gegen Gentechnik in der Lebensmittelproduktion auch
konsequent im Bereich der Agro-Energieproduktion fortzusetzen. Gerade
vor dem Hintergrund der laufenden Diskussion über den Einsatz der
Gentechnik in der landwirtschaftlichen Energieproduktion ist eine
klare Absage an die Gentechnik seitens der heimischen Agrarspitze
höchst an der Zeit.

"Die österreichischen Bäuerinnen und Bauern haben die
Gentechnik-freiheit über 10 Jahre lang erfolgreich verteidigt und
optimale Rahmenbedingungen für eine hochqualitative und international
wettbewerbsstarke Lebensmittelerzeugung geschaffen. Dieser Status der
österreichischen Landwirtschaft darf nicht durch eine unüberlegte
Diskussion über Gentechnik und Agro-Energie leichtfertig aufs Spiel
gesetzt werden. BIO AUSTRIA fordert daher von der gesamten
österreichischen Agrarspitze Bundesminister Pröll mit seinem klaren
Nein zu Gentechnik zu folgen. Die Gentechnik-freiheit muss auch in
der landwirtschaftlichen Energieproduktion als ökologischer
Mindeststandard verankert werden" - so BIO AUSTRIA Obmann Rudi
Vierbauch in einer heutigen Stellungnahme.

Gentechnik-freiheit ist nicht teilbar! Auch nicht zwischen
Lebensmittel- und Energieproduktion!

Zwischen Lebensmittel-, Futtermittel- und Energieproduktion
bestehen unmittelbare Zusammenhänge, die nur auf Basis einer
konsequenten Gentechnik-freiheit funktionieren können.
Zum einem ist das Problem der sogenannten Koexistenz völlig ungelöst
- gentechnisch veränderte Energiepflanzen können durch Pollenflug
oder Vermengung die Lebensmittelproduktion gentechnisch
verunreinigen.

Ebenso können Nebenprodukte der Energieproduktion, wie etwa
Presskuchen, auch als Futtermittel eingesetzt werden. Damit bietet
sich vielen Landwirten die Chance, auf importierte Gentech-Soja als
Futtermittel zu verzichten.

"Die Agroenergie darf nicht zum leichtfertigen Einstieg in die
Gentechnik werden, sondern muss als große Chance erkannt werden, den
gentechnikfreien Weg weiterzugehen" - so Rudi Vierbauch.

Angesichts der auf der Rieder Messe verwendeten Begrifflichkeiten
wie "Ökowirtschaft aus Bauernhand", "Bioenergie" oder
"Biotreibstoffe" fordert BIO AUSTRIA Obmann Vierbauch zu mehr
Fairness bei Bezeichnungen in diesem Bereich auf: Denn das "Öko" und
"Bio" muss sich die Landwirtschaft in der Energie- Produktion erst
verdienen. Vierbauch fordert verbindliche Öko-Mindeststandards für
die gesamte, landwirtschaftliche Energieproduktion. Bis dahin sollte
fairerweise von "Agro-Energie" und "Agro-Treibstoffen" gesprochen
werden.

Rückfragehinweis:

Fachlich
   Mag. Thomas Fertl
   Theresianumgasse 11/1, A-1040 Wien
   Tel: +43(0)14037050-219
   Fax: +43(0)14037050-190
   Mobile: +43(0)676842214-219
   mailto:[email protected]
   
   Wilfried Oschischnig
   Tel: +43(0)14037050-214
   Fax: +43(0)14037050-190
   Mobile: +43(0)676842214-214
   mailto:[email protected]
   
   Sämtliche Informationen zu BIO AUSTRIA - die Biobauern Österreichs -
   unter: www.bio-austria.at

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