• 04.09.2007, 14:34:29
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StR. Ludwig: Wiener Gemeindebauten sind lebenswerte Wohnräume

IFES-Studie belegt die gute Lebensqualität im Wiener Gemeindebau

Wien (OTS) - "Mit der IFES-Studie, die gestern im
Gemeinderatsausschuss präsentiert wurde, liegt uns nun erstmals eine
repräsentative Umfrage zur Zufriedenheit und Lebensqualität in den
Wiener Gemeindebauten vor. Die Ergebnisse der Studie sind durchwegs
positiv und belegen ganz klar, dass die Wienerinnen und Wiener ihre
Wohnhausanlage schätzen und gerne hier wohnen. 72 Prozent der
Bewohnerinnen und Bewohner würden, wenn sie die Wahl haben, wieder in
den selben Gemeindebau einziehen. Das ist ein wirklich erfreuliches
Ergebnis", erklärte Wohnbaustadtrat Dr. Michael Ludwig heute,
Dienstag.****

Ziel der von WIENER WOHNEN in Auftrag gegebenen IFES-Studie war
es auch, die Probleme und Konfliktfelder im Gemeindebau zu
erforschen. Dabei handelt es sich vorwiegend um Probleme mit
Hundekot, Lärm durch Nachbarn, mangelnde Sauberkeit, freilaufende
Hunde, Konflikte mit Nachbarn, Hausordnung wird nicht eingehalten,
Diebstahl, Einbruch im Haus, Probleme mit Jugendlichen, Konflikte mit
Kindern, Kinderlärm oder Vandalismus. "Die Studie zeigt klar, dass
die genannten Konfliktfelder nahezu die selben sind, wie im Wiener
Gesamtbild. Diese sind bekannt und überschaubar", stellte Ludwig
klar.

Knapp ein Drittel der Wienerinnen und Wiener, also rund 500.000
Menschen lebt im Wiener Gemeindebau, informiert der Wohnbaustadtrat
und betont weiters: "Die Studie belegt eindeutig, dass dieses
weltweit einzigartige Angebot, um das wir international beneidet
werden, auch tatsächlich ein sehr hohes Ansehen genießt."

Die Ergebnisse im Detail

Befragt nach den positiven Aspekten bzw. den Vorzügen am Leben
im Gemeindebau nennt eine deutliche Mehrheit die großzügigen
Grünanlagen in der Nähe bzw. im Gemeindebau selbst (64 %), für 62%
ist die gute Lage in der Stadt ein Vorteil. Die gute Infrastruktur in
der Wohnumgebung sowie die leistbaren Mieten bewerten je 57% als
positiv. Erfreulich ist auch, dass sich knapp Dreiviertel (71 %)
aller Befragten in ihrer Wohnumgebung (sehr) sicher vor
Kriminaldelikten fühlen, in den eigenen vier Wänden sind es sogar 91
%.

Bei den Konflikt- und Problemfelder führt das Thema Hundekot mit
32 % vor der Lärmbelästigung durch Nachbarn (28 %). Mangelnde
Sauberkeit ist für rund ein Viertel (26 %) der GemeindemieterInnen
ein Problem, Konflikte mit den Nachbarn sowie die Nichteinhaltung der
Hausordnung durch andere MieterInnen für je 18%. Konflikte mit
Kindern und Jugendlichen und eventuell daraus entstehender
Lärmbelästigung haben laut der Studie rund 16% der Befragten, für 15%
ist der Vandalismus in der Wohnhausanlage ein Problem.

Ergebnisse als Grundlage für weitere Maßnahmen

"Die Studie bietet wichtige Grundlage für unsere tägliche
Arbeit, sie liefert wichtige Erkenntnisse, auf die aufgebaut werden
kann, um künftig noch besser und gezielter Maßnahmen zur weiteren
Steigerung der sehr hohen Lebensqualität in unserer Stadt zu setzen.
Die Studie ist vor allem aber auch eine Bestätigung für unsere
erfolgreiche Arbeit und sie unterstreicht auch die Bedeutung von
einer Vielzahl bereits gesetzter Maßnahmen", erklärte der Stadtrat
und verwies auch die bereits erfolgte Aufstockung der
Gebietsbetreuungen, die Einrichtung eines speziellen interkulturellen
MediatorInnenpools, die Stärkung der MietervertreterInnen und
natürlich auch den laufenden Ausbau der Serviceleistungen. Mithilfe
dieser Ergebnisse könne man künftig noch stärker auf die Anliegen der
Bewohner eingehen, betonte Ludwig.

Studie belegt Bedeutung der HausbesorgerInnen

"Gleichzeitig ist das Ergebnis der Studie aber auch ein Auftrag,
mich noch vehementer für die Schaffung eines neuen
Hausbesorgergesetzes auf Bundesebene einzusetzen. Denn die Studie
zeigt ganz klar, dass durch den Wegfall der HausbesorgerInnen die
direkten AnsprechpartnerInnen in den Wohnhausanlagen fehlen.
Wenngleich ein großer Teil der Betreuungs- und Reinigungstätigkeiten
durch die Wiener Wohnen Hausbetreuungs GmbH abgedeckt wird, und diese
auch sehr positiv bewertet wurde, so zeigt sich deutlich, dass hier
Handlungsbedarf besteht. Die Notwendigkeit eines neuen, modernen
Hausbesorgergesetzes wird deutlich unterstrichen", betonte Ludwig.

Die wichtigsten (bereits gesetzten) Maßnahmen im Überblick

Ausweitung und deutliche Aufstockung der Gebietsbetreuung:
Die Gebietsbetreuung Städtische Wohnhausanlagen wurde heuer deutlich
aufgestockt. Die budgetären Mittel wurden fast verdoppelt und der
Personalstand erhöht. Mittlerweile sind allein bei der GB Wohn
(Gebietsbetreuung Städtische Wohnhausanlagen) 80 MitarbeiterInnen im
Einsatz. Zusätzlich unterstützt werden sie von den 20
MitarbeiterInnen der mobilen Gebietsbetreuung und rund 20
interkulturellen MediatorInnen.

o Stärkung der MietervertreterInnen:

Die rund 800 gewählten MietervertreterInnen der städtischen
Wohnhausanlagen werden durch zahlreiche Maßnahmen gestärkt. Bereits
im Mai dieses Jahres hat Wohnbaustadtrat Michael Ludwig alle Wiener
MietervertreterInnen ins Wiener Rathaus eingeladen und diese
Initiative vorgestellt. Mit einer Informationsoffensive, kostenlosen
Kursangeboten, regelmäßigen Treffen mit der Hausverwaltung,
Mietervertreterstammtischen, noch mehr Transparenz bei Abrechnungen
und vielem mehr werden sie in ihrer Arbeit unterstützt. Und überall
dort, wo es noch keine MietervertreterInnen gibt, wird die
Organisation und Abhaltung von Wahlen von Wiener Wohnen und der
Gebietsbetreuung unterstützt.

o Initiative Hausbesorger neu:

Im Frühjahr dieses Jahres hat Wohnbaustadtrat Michael Ludwig
eine Initiative für ein neues Hausbesorgergesetz gestartet. Ziel
dabei ist, dass sieben Jahre nach Abschaffung des damaligen Gesetzes
durch die ÖVP-FPÖ-Regierungskoalition ein neues Bundesgesetz
ausgearbeitet und beschlossen wird, das es ermöglicht, künftig wieder
HausbesorgerInnen einzustellen. Gleichzeitig sollte das Berufsbild
des Hausbesorgers aber neu definiert und den heutigen
Rahmenbedingungen angepasst werden. Der Beruf des Hausbesorgers
sollte um soziale und kommunikative Elemente erweitert und damit auch
deutlich aufgewertet werden. Und ob in einer Wohnhausanlage letztlich
dann auch HausbesorgerInnen eingestellt werden, sollten schließlich
die MieterInnen entscheiden. Derzeit laufen intensive Gespräche auf
politischer Ebene und mit den Interessensverbänden und
Sozialpartnern. Sämtliche Rathausparteien haben auf diese Initiative
durchwegs positiv reagiert und größtenteils ihre Unterstützung
zugesagt.

o Laufende Verbesserungen bei Wiener Wohnen:

Wiener Wohnen, die Hausverwaltung der städtischen
Wohnhausanlagen, bietet seinen Mieterinnen und Mietern bereits jetzt
ein außerordentlich hohes Service. So stehen etwa nicht nur die
MitarbeiterInnen in den neun Kundendienstzentren den MieterInnen für
ihre Anliegen mit Rat und Tat zur Seite, auch über eine eigene
Servicenummer sind die MitarbeiterInnen der Hausverwaltung tagtäglich
rund um die Uhr erreichbar. Unabhängig davon wird jedoch laufend an
Verbesserungen gearbeitet. So wird etwa durch ein neues
Controllingsystem und eine neueingerichtete interne Revision künftig
noch mehr Transparenz bei Hausabrechnungen (Betriebskosten,
Sanierungskosten, etc.) ermöglicht. Außerdem laufen derzeit zwei
Pilotprojekte, die schon bald flächendeckend eingesetzt werden
könnten. So werden beispielsweise NeumieterInnen bei der
Unterzeichnung des Mietervertrages an Ort und Stelle über alle
Details der Wohnhausanlage informiert und auch gleich in die
Hausgemeinschaft eingeführt. Beim zweiten Pilotprojekt wird ein neues
System getestet, das den Zugang und die Benutzung der Waschküchen
einfach und mieterInnenfreundlich regeln soll. (Schluss) lok

Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz:
http://www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/
Hanno Csisinko
Mediensprecher StR. Dr. Michael Ludwig
Tel.: 4000/81 983
Handy: 0664/545 34 54
E-Mail: [email protected]
Mag. Roberta Kraft
Mediensprecherin StR. Dr. Michael Ludwig
Tel.: 4000/81277
E-Mail: [email protected]

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