• 04.09.2007, 09:00:00
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Neue Trainingsplätze für Höhenarbeit in Mistelbach

AUVA unterstützt Landesberufsschule mit Schutz- und Rettungsausrüstung im Kampf gegen Dachunfälle

Wien (OTS) - Nach einem Sturz vom Dach kommt es zu den schwersten
Verletzungen und den längsten Krankenständen. Am meisten betroffen
sind die jungen Arbeitnehmer vom Lehrling bis zum 25-Jährigen. Die
AUVA Landesstelle Wien stattet daher die neue Landesberufsschule
Mistelbach (LBSM) mit persönlicher Schutzausrüstung (PSA) und
Rettungsgeräten für das Höhentraining von Dachdeckern und Spenglern
aus. Die feierliche Eröffnung der "Sicherheitstechnik für
Dacharbeiten" fand am Dienstag, dem 4. September ab 9 Uhr im
Kompetenzzentrum der Landesberufsschule Mistelbach statt.

In seiner Festrede betonte Ing. Johann Kaiser, Direktor der
Landesstelle Wien der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA),
vor Schülern und Festgästen die Wichtigkeit der Vorbeugung
(Prävention) schon in jungen Jahren: "Die Bau-Experten im
Unfallverhütungsdienst der AUVA Landesstelle Wien arbeiten seit rund
drei Jahren verstärkt mit Dachdeckern, Spenglern und den
Landesberufsschulen zusammen. Wir bieten Infotage und
Höhentrainings-Aktionen mit finanzieller Unterstützung sowie
Merkblätter und Checklisten für Dacharbeiten an.

Die ersten Erfolge stellen sich bereits ein: mit einer Unfallrate
von 105 Arbeitsunfällen pro 1.000 Arbeitnehmer in Niederösterreich
und einer von 94 im Burgenland liegen die von uns betreuten
Bundesländer deutlich unter dem Österreich-Schnitt von 118
Dachunfällen pro 1.000 Arbeitnehmer. Das ist aber noch immer viel zu
hoch: das Risiko in Österreich einen Arbeitsunfall zu erleiden, liegt
bei einer Unfallrate von 37.

In Zukunft planen wir, diesen wichtigen Standort im Osten
Österreich zu nützen und die neu eröffnete Höhenwerkstatt in
Kooperation mit der Landesberufsschule in unsere Schulungen für
Unternehmer und Facharbeiter einzubauen."

Die AUVA Landesstelle Wien hat 12.000,- Euro für die Anschaffung
von Schutzausrüstung wie Sicherheitsgeschirr, Falldämpfer,
Abseilgeräte, Sicherheitsseile zur Verfügung gestellt und den Bau
einer "Bergebrücke" angeregt. Schüler der Lehrberufe Spengler,
Spengler-Dachdecker und Spengler-Installateure sollen in erster Linie
mit dem Umgang vertraut und auf allenfalls lauernde Gefahren
aufmerksam gemacht werden.

Später sollen auch Informationsveranstaltungen mit
Übungsmöglichkeit für Firmeninhaber und "erfahrene" Facharbeiter
folgen, denn das "mir passiert schon nix" kommt sehr oft von älteren
Arbeitnehmern.

Die AUVA Landesstelle Wien finden Sie im Internet unter
www.auva.at/wien .

Informationen über sicheres Arbeiten auf Dächern bieten das AUVA
Merkblatt M 222 "Arbeiten auf Dächern" sowie die AUVA Checkliste
"Nicht durchbruchsichere Dachelemente". Beides kann via Internet
unter www.auva.at/publikationen bestellt oder herunter geladen
werden.

Rückfragehinweis:
Gabriela Würth, GWK,
Tel.: (02242) 38300, (0676) 33 24 879
E-Mail: [email protected] .

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