• 03.09.2007, 14:27:24
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NÖ Hilfswerk: "Schaffen wir individuelle Angebote für individuelle Betreuungsbedürfnisse"

Hilfswerk empfängt Sozialminister Erwin Buchinger in Korneuburg

St. Pölten (OTS) - "Pflege und Betreuung zuhause müssen für die
betroffenen Familien in unserem Land leistbar sein. Mit einem
Pflegegeld, das nur alle paar Jahre erhöht wird und damit laufend an
Wert verliert, ist das sicher nicht gewährleistet", so
Hilfswerk-Präsident Dr. Ernst Strasser anlässlich des heutigen
Besuchs von Bundesminister Dr. Erwin Buchinger im NÖ Hilfswerk. "Das
Pflegegeld ist ein wichtiger Beitrag für die Familien, sich die
notwendige Betreuung leisten zu können. Wir fordern eine regelmäßige,
an die Pensionerhöhungen gekoppelte Anpassung des Pflegegelds und ein
Einstufungsverfahren, das auch auf die besonderen Bedürfnisse von
Demenzkranken Rücksicht nimmt, die derzeit massiv benachteiligt
werden!"

Sozialminister Buchinger stattete der größten Sozialorganisation
Niederösterreichs heute in ihren Räumlichkeiten in Korneuburg einen
Besuch ab. Im Mittelpunkt stand der Austausch mit MitarbeiterInnen
und KundInnen des Hilfswerks zum aktuellen Thema Pflege. "Zwischen
der stundenweisen qualifizierten Pflege und der Rund um die
Uhr-Betreuung gibt es noch ein ganzes Spektrum an individuellen
Bedürfnissen, auf die wir nicht vergessen dürfen, wie etwa Nacht-
oder Urlaubsbetreuung", so Strasser. "Die Regelung der Rund um die
Uhr-Betreuung ist wichtig, aber sie darf bei weitem nicht das einzige
Thema sein. Schaffen wir individuelle, leistbare Angebote für
individuelle Bedürfnisse! Wir arbeiten daran, ein rundes
Unterstützungspaket für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu
entwickeln."

Strasser ging auch auf das besondere Pflegemodell in
Niederösterreich ein: "In Niederösterreich sind viele vorbildhafte
Dinge geschaffen worden, die den Menschen Sicherheit geben: Der
kostenlose NÖ Pflegeberatungsscheck oder der Wegfall der
Vermögensgrenze für die Gewährung einer Förderung der 24
Stunden-Betreuung. Gemeinsam mit den bewährten Trägern in
Niederösterreich können Pflegebedürftige und ihre Familien optimal
unterstützt und entlastet werden."

Während des Besuchs, bei dem auch LR Emil Schabl,
Hilfswerk-Geschäftsführer Mag. Gunther Hampel,
Hilfswerk-Vizepräsident LAbg. Herbert Nowohradsky anwesend waren,
wurden die Gäste auch ins Zentrum für Beratung & Begleitung des
Hilfswerks geladen. Das Beratungszentrum in Korneuburg ist einer von
fünf Hilfswerk-Standorten des "Besuchscafes" für Familien in
Scheidungssituationen, die vom Bundesministerium für Soziales
gefördert werden. Über 1.000 Stunden werden diese Besuchscafes
jährlich von Eltern, die nach einer Scheidung das Besuchsrecht für
ihre Kinder erhalten haben, genutzt. Vom Hilfswerk werden sie während
dieser Besuche fachlich begleitet.

Rückfragehinweis:

Mag. Petra Satzinger
   NÖ Hilfswerk
   Tel. 02742/249-1121
   Mobil 0676/8787 70710
   mailto:[email protected]
   www.hilfswerk.at

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