- 30.08.2007, 12:51:44
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Ramharter: Verpflichtende Freizeitunfallversicherung für Dienstnehmer ist ein Gebot der Stunde
Über 70 % der Unfälle passieren in der Freizeit
Wien (OTS) - Fachliste: "Nachdem bereits knapp drei Viertel aller
Unfälle in der Freizeit passieren, sollte endlich eine verpflichtende
Freizeitunfallversicherung für Dienstnehmer eingeführt werden",
wiederholt Karl Ramharter, Vizepräsident der Wiener
Wirtschaftskammer, eine Forderung der Arbeitgeberseite als Reaktion
auf die Statistik des Kuratorium für Verkehrssicherheit. "Die Kosten
dafür müssen allerdings von den Dienstnehmern getragen werden. Im
Gegenzug könnte man dann den Beitrag zur AUVA reduzieren, und so die
Lohnnebenkosten senken."
Die Beiträge zur AUVA werden im Moment ausschließlich von der
Arbeitgebern bezahlt. Die Zahl der Arbeitsunfälle nimmt aber
permanent ab, während die Freizeitunfälle stetig zunehmen. Die
Arbeitgeber haben durch Evaluierung der Arbeitsplätze und
Schutzmaßnahmen für die Mitarbeiter zu einer Senkung der
Arbeitsunfälle beigetragen. Trotzdem zahlen sie alleine die Kosten
für die Unfallversicherung.
"Es gibt zwar einen Ergänzungsbeitrag zur Krankenversicherung, der
oft als Freizeitunfallversicherung benannt wird, dieses Geld behalten
aber die Krankenkassen ein", führt Ramharter weiter aus. "Wenn die
Kassen der Unfallversicherung die tatsächlichen Kosten für die
Versorgung der Verletzten nach Freizeitunfällen ersetzen würden,
könnten dadurch die Lohnnebenkosten gesenkt und etwas mehr zur
Kostenwahrheit und Kostengerechtigkeit beigetragen werden", schloß
Ramharter.
Schluß(gr)
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