• 30.08.2007, 09:39:27
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20 Jahre ÖAMTC-Crashtests: Moderner Kleinwagen trifft 20-jährigen Mittelklasse-Pkw (+Foto, +Video)

Biomechanische Grenzwerte werden beim Aufprall im alten Pkw drastisch überschritten

Wien (OTS) - Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums lässt es der
ÖAMTC - im wahrsten Sinne des Wortes - richtig krachen: Beim
Jubiläums-Crashtest prallen ein moderner Kleinwagen und ein 20 Jahre
alter Mittelklasse-Pkw mit 56 km/h aufeinander. Binnen weniger
Sekunden beginnt der Überlebensraum des Fahrers im alten Auto zu
schrumpfen. Fazit: Der Insassenschutz hat in den vergangenen 20
Jahren ein hohes Niveau erreicht, dennoch bleibt noch viel zu tun.
"Beim Crash reißt ein Querträger des modernen Kleinwagens und bohrt
sich wie eine Lanze in den Fußraum des alten Fahrzeuges. Das
benachteiligte Fahrzeug wird dadurch zusätzlich überlastet", sagt
ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang.

Die Konstellation der Laborsituation ist gar nicht so
unrealistisch. Zumal in Österreich rund 150.000 Pkw, die 20 Jahre und
älter sind, existieren. Beim Zusammenprall der "Autogenerationen"
bricht beim 20 Jahre alten Pkw in kürzester Zeit die Radaufhängung
weg, der Fußraum des Fahrers verkleinert sich drastisch. Die beiden
Fahrerknie brechen das Armaturenbrett in Scherben, die scharfen
Splitter zerschneiden die Beine des Insassen. Auch der Kopf des
Fahrers schlägt voll auf das Lenkrad. "Schwerste Verletzungen sind zu
erwarten", so der ÖAMTC-Experte. Der Überlebensraum des Fahrers
beginnt zu schrumpfen.

Weit besser geht es dem Dummy im modernen Kleinwagen. Die Airbags
lösen aus und fangen den Kopf, auch für den Nacken bleibt das
Verletzungsrisiko gering, für Ober- und Unterschenkel bleibt es im
mittleren bzw. im niedrigen Belastungsbereich.

"Obwohl der moderne Kleinwagen fast 100 Kilo weniger wiegt als der
20 Jahre alte Mittelklassewagen und zusätzlich über weniger
Knautschzone verfügt, ist das Verletzungsrisiko deutlich geringer",
erklärt der ÖAMTC-Cheftechniker. Die Fahrgastzelle bleibt stabil, das
Lenkrad dringt nicht ein und der Fußraum verformt sich kaum.

Die zahlreichen Crashtests, die der ÖAMTC in den vergangen 20
Jahren mit seinen europäischen Partnerclubs durchgeführt hat, haben
in Punkto Sicherheit einiges bewegt. Die wichtigsten Entwicklungen
sind:

* Die Fahrgastzelle ist stabiler geworden, d.h. der Fußraum bleibt
beim Crash erhalten, die Pedale kommen kaum mehr in den Innenraum.
Die Lenksäulen und das Armaturenbrett bleiben in Position.
Gefährliche Verletzungen können so vermieden werden.

* Die Fahrzeuge sind mehrheitlich mit Front-, Seiten- und
Kopfairbags ausgestattet, dadurch wird die Aufprallsituation auf
Lenkrad oder Türen weitgehend entschärft.

* Die Gurtsysteme sind durch Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer
deutlich verbessert worden, was zu einem optimalen Zusammenwirken mit
den Airbags und damit zu einer deutlichen Belastungsreduktion für den
Oberkörper führt.

* Knautschzonen und Fahrzeugvorbau sind für Crashtests besser
optimiert und reduzieren dadurch die Gefahr, dass Motor und Getriebe
in den Fahrgastraum eindringen.

Neue Herausforderung "Partnerschutz" - nicht nur an Insassen,
sondern auch an Unfallgegner denken

Die Herausforderung der nächsten Jahre wird der "Partnerschutz".
"Die Fahrzeughersteller sind gefordert, ihre großen Autos so zu
entwickeln, dass auch kleine Autos im Falle einer Kollision eine
Überlebenschance haben. Nur so ist es möglich, das Verletzungsrisiko
für alle am Unfall beteiligten Insassen so gering wie möglich zu
halten", sagt Lang abschließend.

Detaillierte Infos zum Crashtest findet man auf der Homepage des
Clubs unter www.oeamtc.at/crashtest.

Aviso an die Redaktionen:
Fotos zu dieser Aussendung sind im ÖAMTC-Fotoservice unter
www.oeamtc.at/presse abrufbar. Bildmaterial auf DVD ist bei der
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit unter (0)1 711 99 - 1218 erhältlich.

(Schluss)

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Margret Handler
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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