• 28.08.2007, 11:40:58
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"Arzneimittel-Sicherheitsgurt" - Datenschutz geht vor

Ärztekammer Salzburg will alle Fragen des Datenschutzes geklärt sehen

Wien (OTS) - Die Verarbeitung von Gesundheitsdaten kann nur
stattfinden, wenn vorher eine Genehmigung von der
Datenschutzkommission vorliegt und somit der Datenschutz bei
sensiblen Patientendaten gewährleistet ist. Das ist eine
Grundbedingung der Ärzteschaft vor einer Teilnahme am Projekt
"Arzneimittel-Sicherheitsgurt" in Salzburg.

Offenbar gibt von Seiten der Datenschutzkommission an dem in Salzburg
derzeit laufenden Apotheker-Projekt "Arzneimittel-Sicherheitsgurt"
deutliche Kritik. Im Rahmen dieses Projektes können Konsumenten in
Apotheken ihre Medikamente vor allem auf Wechselwirkungen überprüfen
lassen. Der Datentransfer erfolgt via E-card auf ausgelagerte
Datenbanken. Nun wurde bekannt, dass dieses Projekt von der
Datenschutzkommission bislang nicht genehmigt wurde und offenbar
keine Registrierung stattgefunden hat.

Der geschäftsführende Vizepräsident und Obmann der niedergelassenen
Ärzte der Ärztekammer für Salzburg, Dr. Walter Arnberger, hält dazu
fest:
"Wir wollen alle Fragen des Datenschutzes geklärt sehen, bevor sich
die Ärzteschaft an solch einem Projekt beteiligt. Unser Angebot zur
Zusammenarbeit bezieht sich eindeutig auf die Einhaltung dieser
Bedingung neben einigen anderen Vorgaben."

Inhaltlich wird die Prüfung von Arzneimittelinteraktionen von der
Ärzteschaft befürwortet, nicht zuletzt deshalb, weil in den
ärztlichen Ordinationen schon seit Jahren solche
Medikamenten-Wechselwirkungen überprüft werden.

Die datenschutzrechtlichen Voraussetzungen sind auf jeden Fall von
den projektverantwortlichen Vertretern der Apotheker mit der
Datenschutzkommission zu klären. Die rechtliche Prüfung der
Verarbeitung von Patientendaten sei besonders im Hinblick auf alle
weiteren Entwicklungen bei der "E-Medikation" extrem wichtig.

"Uns Ärzten liegt vor allem das Vertrauensverhältnis 'Patient-Arzt'
am Herzen. Patienten müssen sich auf die Verschwiegenheit der
behandelnden ÄrztInnen verlassen können. Dazu gehört insbesondere die
vertrauensvolle und gesicherte Verwaltung von sensiblen
Patientendaten in dezentralen EDV-Netzwerken", so Dr. Arnberger.

(Schluss)

Rückfragehinweis:

Georg Fuchs
   PRESSESTELLE der Ärztekammer für Salzburg
   
   Bergstraße 14 - 5020 Salzburg - Austria
   Tel. 0662 / 87 13 27 - 137 DW
   Fax. 0662 / 87 13 27 - 35 DW
   Mobil-Tel. ++43 / 664 / 50 22 614
   mailto:[email protected]

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