- 27.08.2007, 15:17:16
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Richtigstellungen von BM Schmied zu den Aussendungen von Hannes Missethon und Eva Scholik
Wien (OTS) - Zur Richtigstellung von Aussendungen von
ÖVP-Generalsekretär Hannes Missethon und Eva Scholik finden die
Vertreterinnen und Vertreter der Medien untenstehend den
angesprochenen Auszug aus dem Interview von Bundesministerin Claudia
Schmied mit dem Wochenmagazin NEWS vom 23. September.
Unterrichtsministerin Claudia Schmied hat in dem angesprochenen
Interview die Schule weder als Familienersatz bezeichnet, noch das
wichtige Thema 'Gewalt an Schulen' ausgespart, sondern einen klaren,
faktenbasierten Umgang mit diesem Thema bekanntgegeben.
NEWS: Sie haben vor einigen Monaten Schulklassen mit maximal 25
Schülern versprochen. Wird es ab Herbst also nur noch kleinere
Klassen geben?
Schmied: Das Projekt heißt "Richtwert 25", und die Ergebnisse, die
uns für das neue Schuljahr vorliegen, sehen sehr gut aus. Neun von
zehn der neuen ersten Klassen werden 25 oder weniger Schüler haben.
Parallel zur Senkung der Klassenschülerhöchstzahl arbeiten wir auch
an der Verbesserung der Unterrichtsqualität. Wir wollen mehr
Teamunterricht, mehr Förderunterricht und mehr Individualisierung, um
Begabungen und Talente zu wecken und zu fördern.
NEWS: Um die nächsten Pisa-Ergebnisse zu verbessern?
Schmied: Natürlich wollen wir gute Pisa-Ergebnisse. Aber wir neigen
manchmal dazu, alles zählen, messen und wiegen zu wollen. Es geht
nicht nur um Testergebnisse wie Pisa, es geht auch um den
Schulalltag. Nachdem die Schule für immer mehr Kinder zum Lebensraum
wird, geht es auch um die Vermittlung von Werten. Es geht um
Zivilcourage, Integrität, Sozialkompetenz und
Persönlichkeitsentwicklung. All das wollen wir stärken.
NEWS: Ein Problem, das sich in den letzten Monaten an Schulen
bemerkbar gemacht hat, war aber Gewalt, Stichwort Mordkomplott.
Schmied: Wir haben eine Studie aus dem Jahr 2005, wonach die
Gewaltbereitschaft von österreichischen Schülern relativ gering ist.
Nichtsdestotrotz nehmen wir dieses Problem sehr ernst. Experten
sagen, dass diese Aggressionen überall dort als Reaktion auftreten,
wo es Gewalt, Ausgrenzung und Beziehungslosigkeit gibt. Die Schule
ist in den meisten Fällen nicht Auslöser der Gewalt, aber der Ort, an
dem sie sichtbar wird.
NEWS: Was wollen Sie dagegen machen? In Deutschland haben Lehrer in
gewissen Schulen bereits vor der Gewalt kapituliert.
Schmied: Unser Ministerium hat Frau Prof. Spiel beauftragt, eine
Gesamtstrategie für alle Schulen in Österreich dagegen zu entwickeln.
Die Ergebnisse werden uns im November präsentiert. Die konkreten
Maßnahmen werden davon abhängen. Wir wollen auf jeden Fall Kunst- und
Kulturprojekte wie Theateraufführungen verstärken. Alle bisherigen
Studien haben ergeben, dass man damit Kinder besser motivieren und
integrieren kann.
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Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Pressebüro der Bundesministerin
Nikolaus Pelinka
Tel.: (++43-1) 53 120-5030
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