- 22.08.2007, 10:17:23
- /
- OTS0073 OTW0073
Arbeitskreis ‚Mineralische Rohstoffe’: Fundament der österreichischen Wirtschaft
Bedeutung der Rohstoffbranche in Österreich erstmals durch Studie belegt - Nutzung von Rohstoffen sollte in möglichst öko-effizienter Weise erfolgen
Wien (PWK601) - Eine soeben fertig gestellte Studie zeigt die
immense Bedeutung der Rohstoffbranche für Österreichs
Volkswirtschaft. Erstmals hat das Industriewissenschaftliche Institut
im Auftrag des Forums mineralischer Rohstoffe quantifizierbare Daten
erhoben und analysiert. Fazit dieser Studie: Mineralische Rohstoffe
sind das Fundament vieler Branchen uns stehen am Beginn vieler
Wertschöpfungsketten. Österreichs Rohstoffunternehmen allein
erwirtschaften jährlich einen Umsatz von 1,1 Mrd. Euro und bewirken
darüber hinaus eine weitere Milliarde Euro an zusätzlicher
Wertschöpfung. Besonders nachgelagerte Wirtschaftszweige wie zum
Beispiel die Bauwirtschaft oder die Glasindustrie sind direkt von der
Rohstoffwirtschaft abhängig. Immer wichtiger ist dabei die
nachhaltige Versorgung. "Die österreichische Rohstoffwirtschaft ist
nicht nur ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, sondern sie sorgt auch
für Beschäftigung. Unsere Betriebe sichern rund 14.000 Arbeitsplätze
direkt in der Rohstoffgewinnung und Aufbereitung. Dabei handelt es
sich vor allem um Jobs in den ländlichen Regionen", erklärte Gerold
Neuper, Vorsitzender des Forums mineralische Rohstoffe.
"So wie Österreich auf soziale Partnerschaft setzt, so wird
hierzulande auch die ökologische Partnerschaft gelebt", lobte
WKÖ-Präsident Christoph Leitl die heimische Rohstoffwirtschaft für
ihren nachhaltigen Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Auf die
Erhaltung der Natur werde in Österreich vorbildlich geachtet, da
viele Unternehmen beim Rohstoffabbau auch ökologische Kenntnisse mit
einbeziehen. Weiters wies Leitl auf die immense Nachfrage nach
Rohstoffen in Osteuropa hin: "Im Osten Europas werden in den nächsten
Jahren 120 Mrd. Euro für Infrastruktur und weitere 80 Mrd. Euro für
Umwelttechnik ausgegeben. Eine besondere Chance für Österreichs
Rohstoffwirtschaft!"
"Die Nutzung lokaler und regionaler Rohstoffe sollte in möglichst
öko-effizienter Weise erfolgen und die bei der Produktion erfolgenden
Eingriffe sollten minimale Schäden des betroffenen Ökosystems
verursachen", meinte Armin Reller von der Universität Augsburg. Die
Wertschöpfungskette der aus mineralischen Rohstoffen erzeugten
Produkte sollte aus möglichst vielen Verwertungsstufen
(Wiederverwendung, Recycling) aufgebaut sein. "Auch die riesige und
durchaus kritische Abhängigkeit von importierten mineralischen
Rohstoffen kann nur dann nachhaltig sein, wenn auch akzeptable
soziale Standards und eine gerechte Verteilung entlang den
Wertschöpfungsketten angestrebt und gewährleistet werden kann. Hier
sind aber noch erschreckende Defizite festzustellen", so Reller.
Mineralische Rohstoffe würden aufgrund stärkerer Nachfrage,
ungleichmäßiger Verteilung und Verfügbarkeit, aber auch aufgrund
geopolitischer Machtstrukturen ein immer wichtiger werdender
Wirtschaftsfaktor. Optimale Nutzungskonzepte seien deshalb
essentiell.
"Die mineralische Rohstoffindustrie hat ein schlechtes Image, da
sie durch ihre Tätigkeit erhebliche Schäden an der Natur verursacht.
Dies ist und muss von der Industrie erkannt werden, damit Maßnahmen
ergriffen werden können, um die Schäden zu vermeiden und zu
minimalisieren", erklärte Tamás Marghescu, Regional Director der
International Union for Conservation of Nature. Es sei abzusehen,
dass die Bedeutung der Natur im Gebilde der nachhaltigen Entwicklung
wesentlich erhöht wird. Die Umwelt wird dann, so Marghescu,nicht nur
eine der drei Säulen (neben Wirtschaft und Gesellschaft) der
nachhaltigen Entwicklung darstellen, sondern sie wird zum Fundament
des Gesamtgebäudes der Nachhaltigkeit. Dies hätte zur Konsequenz,
dass Umwelt einen weitaus höheren Preis als bislang bekommt, was die
mineralische Rohstoffgewinnung verteuern oder gar in Frage stellen
würde. "Das Ziel könnte sein, bis zu einem gewissen, nicht allzu
fernen Zeitpunkt zumindest ein Nettogleichgewicht in der Landschaft
und der Natur herzustellen, in der die negativen Wirkungen der
Rohstoffgewinnung vermieden, vermindert und ausgeglichen werden", so
Marghescu. (TB)
Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich Stabsabteilung Presse Mag. Rupert Haberson Tel.: (++43) 0590 900-4362 Fax: (++43) 0590 900-263 mailto:[email protected] http://wko.at/Presse Stabsabteilung Presse Thomas Blauensteiner Tel.: (++43) 0590 900-4742 Fax: (++43) 0590 900-263 mailto:[email protected] http://wko.at/Presse
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWK






