Wien (SPW-K) - "Bei einer Lehrstellenlücke dieser Dimension geht
es nicht um persönliches Versagen der betroffenen Jugendlichen, nicht
um mangelnde Deutschkenntnisse, nicht um die - mittlerweile -
Dämonisierung der Hauptschulen in Wien! Es geht schlicht und einfach
darum, dass zu wenig Lehrstellen durch die Wirtschaft zur Verfügung
gestellt werden," sagte heute SP - Gemeinderätin und
Jugendarbeitsexpertin Tanja Wehsely in einer Reaktion auf
Medienberichte, aber insbesonders wegen verschiedener kruder
Aussendungen der FPÖ und ihrer Organisationen.
"Weder der Blum-Bonus, noch diverse andere Förderungen wirken
nachhaltig dem Schwinden von Lehrplätzen entgegen. Denn es geht
eindeutig nicht nur um die sogenannte 'mismatch'-Problematik, also
dass Lehrstellen-Suchende für vorhandene Lehrstellen nicht
ausreichend qualifiziert sein sollen. Sichere Lehrplätze - auch
qualitativ hochwertige und vor allem jugendadäquat - werden von der
Stadt Wien angeboten, wo auch viele sehr gut ausgebildete Jugendliche
nach der Lehrzeit übernommen werden", erklärt Wehsely. In Kooperation
mit waff und AMS Wien wird das Auffangnetz für Jugendliche mit
Millionen - Unterstützung geknüpft, wobei Wien natürlich auf weitere
Schritte des Bundes bezüglich Umstieg in die Ausbildungsgarantie
wartet. Auch die Wiener Jugendarbeit bietet in Jugendzentren und
Anlaufstellen Jobcoaching, Berufsorientierung und Bewerbungshilfen
für Jugendliche an.
"Tatsache ist, die Wirtschaft beklagt FacharbeiterInnenmangel, ist
aber in zunehmendem Maße nicht bereit, Menschen auch auszubilden.
Dabei aber noch laut die Schuld den Jugendlichen und auch der Politik
in die Schuhe schieben zu wollen ist - gelinde gesagt - gewagt", sagt
die Landtagsabgeordnete und stellvertretende waff - Vorsitzende Tanja
Wehsely. (Schluss)
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OTS0057 2007-08-22/09:42
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