- 22.08.2007, 09:38:34
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Marek: Rolle der Frauen in Emerging Markets stärken
Staatssekretärin Christine Marek bei Workshop "Emerging Markets - Die Rolle der Frauen" in Alpbach
Wien (BMWA - OTS) - "Die Rolle der Frauen in Emerging Markets muss
weiter gestärkt werden", so Staatssekretärin Christine Marek gestern
im Rahmen eines Workshops mit Expertinnen und international tätigen
Managerinnen in Alpbach. Der zunehmende Grad an Internationalisierung
und Globalisierung habe jedenfalls positive Effekte auf die Rolle der
Frauen. Im globalen Wettbewerb sei es in Zeiten des Fachkräftemangels
immer schwieriger, auf die Arbeitskraft der Frauen zu verzichten -
schließlich seien bereits mehr als die Hälfte der
Universtitätsabsolventen weiblich.
Österreich habe hier jedoch noch Aufholbedarf, so Marek. Lediglich
sechs Prozent der Vorstände in börsennotierten Unternehmen in
Österreich seien Frauen, weibliche Vorstandsvorsitzende gebe es nur
zwei. Dafür sei der Frauenanteil bei Gründungen in den letzten zehn
Jahren von 26 auf 37 Prozent gestiegen. Bereits ein Drittel aller
Unternehmer seien weiblich.
Angesprochen auf Maßnahmen für eine weitere Verbesserung der
Karrierechancen von Frauen erwähnte Marek, dass es durchaus
überlegenswert sei in einzelnen Bereichen "wie etwa auch in
politischen Parteien" über die Einführung verpflichtender
Frauenquoten zu diskutieren. Das norwegische Modell einer Frauenquote
für Aufsichtsräte bewertet Marek zumindest als diskussionswürdig.
Seit 2005 müssen norwegische Unternehmen eine Frauenquote in den
Aufsichtsräten von 40 Prozent aufweisen. Viele norwegische
Unternehmen seien vor die Herausforderung gestellt, nicht die dazu
ausgebildeten Frauen zur Verfügung zu haben. Deshalb sei es umso
wichtiger, Mentoring-Modelle auszubauen, um bei der Karriereplanung
und Entwicklung unterstützen zu können. Frauen, die Karriere machen
möchten, müsse von Politik und Wirtschaft dazu Mut gemacht und der
Rücken gestärkt werden.
Hinsichtlich einer Forderung nach der Koppelung von
Wirtschaftsförderung an Frauenförderung wies Marek darauf hin, dass
man hier darauf achten müsse, dass dabei der eigentliche Förderzweck
nicht konterkariert werden dürfe.
Ganz wichtig sei auch, dass bestehende Rollenbilder aufgebrochen
werden und es mehr Bewusstseinsbildung dahingehend geben müsse, dass
sich Karriere und Familie vereinbaren lassen.
Von den Expertinnen und Managerinnen wurden als weitere
Voraussetzung für Frauenkarrieren ausreichende und flexible
Kinderbetreuungsmöglichkeiten gefordert. Staatssekretärin Marek
sprach sich in diesem Zusammenhang dafür aus, "dass die Absetzbarkeit
von Kinderbetreuungskosten bei der nächsten Steuerreform jedenfalls
Thema sei".
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
Staatssekretariat: Mag. Christian Kuhaupt, Tel.: (01) 711 00-5649
Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel: (++43-1) 71100-2058
mailto:[email protected]
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