- 01.08.2007, 11:32:29
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Schuldebatte: Ärzte fordern mehr Sport und eigenen Gesundheitsunterricht
Eine Wochenstunde für Ernährung und Bewegung - Dorner: "Gesundheitsprävention sinnvoller als seltsame Kleinkindtests"
Wien (OTS) - Grundlegende Reformvorschläge zur
Gesundheitserziehung vermisst der Präsident der Österreichischen
Ärztekammer (ÖÄK), Dr. Walter Dorner, in der aktuellen Debatte zur
Schulpolitik. "Die seltsamsten Vorstellungen bis hin zu Tests für
Dreijährige machen die Runde, nur über die wesentlichen Dinge hat
sich keiner Gedanken gemacht: wie wir unsere Schülerinnen und Schüler
fitter machen und gesünder ernähren", kritisierte Dorner in einer
Aussendung am Mittwoch. Der ÖÄK-Präsident fordert ein eigenes Fach
für Gesundheitserziehung, das im Rahmen einer Wochenstunde
altersgerechten Unterricht zu den Themen Ernährung und Bewegung
vorsieht und appelliert an Unterrichtsministerin Claudia Schmied, die
Schulärzte für diese Ausgabe stärker heranzuziehen. Aus ärztlicher
Sicht wichtig sei aber auch eine Wiederaufwertung der Sportstunden,
die zuletzt massiv gekürzt wurden, obwohl die Mobilität der Schüler
extrem abgenommen habe.
Für Dorner ist Prävention für Kinder ein "Um und Auf". Denn "was
nützt uns die beste Schulform, wenn die Kinder allmählich zu einer
Generation von "Chips" heranwachsen und übergewichtig und unbeweglich
sind", fragte der ÖÄK-Präsident. Der oberste Ärztevertreter
erinnerte daran, dass bereits jeder vierte Schüler übergewichtig sei.
Mit dem Anteil von 25 Prozent dicker oder adipöser Kinder und
Jugendlicher liegt Österreich im internationalen Bereich im oberen
Bereich.
Was die angedachten Bildungstests für Kleinkinder angeht, mahnte der
ÖÄK-Präsident zur "Bewahrung der Kindheit als freien Erfahrungs- und
Erlebnisraum". "Bei allem, was unseren Politikern in Sommerzeiten so
einfällt: Kinder müssen doch Kinder bleiben", appellierte Dorner
abschließend.
Rückfragehinweis:
Pressestelle der
Österreichischen Ärztekammer
Tel.: (++43-1) 513 18 33
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