- 27.07.2007, 09:24:15
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Salzburg, Sonntag, 29. Juli, 11.00 Uhr: Jorge Semprún erhält Staatspreis für Europäische Literatur
Festakt mit Kulturministerin Schmied, Bundeskanzler Alfred Gusenbauer und Landeshauptfrau Gabi Burgstaller
Wien (OTS) -
Einladung zur Überreichung des "Österreichischen Staatspreises für
Europäische Literatur 2006" an Jorge Semprún.
Ablauf:
Begrüßung: Landeshauptfrau Gabi Burgstaller und
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer
Laudatio: Sigrid Löffler
Würdigung des Preisträgers und Verleihung des Preises an Jorge
Semprún: Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur Claudia
Schmied
Zeit: Sonntag, 29. Juli, 11.00 Uhr
Ort: Museum der Moderne Salzburg - Mönchsberg 32, Salzburg
Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur vergibt
alljährlich den Österreichischen Staatspreis für Europäische
Literatur. Der mit 22.000 Euro dotierte Preis wird für das
literarische Gesamtwerk einer europäischen Autorin bzw. eines
europäischen Autors verliehen, das international besondere Beachtung
gefunden hat, was durch Übersetzungen dokumentiert sein muss. Das
Werk muss auch in deutschsprachiger Übersetzung vorliegen. Frühere
PreisträgerInnen sind u.a. Vaclav Havel, Eugene Ionesco, Friedrich
Dürrenmatt, Christa Wolf, Milan Kundera, Marguerite Duras, Umberto
Eco und Claudio Magris.
Biographie von Jorge Semprún:
Jorge Semprún y Maura wurde am 10. Dezember 1923 in Madrid geboren
und wuchs mit sechs Geschwistern in großbürgerlicher, linksliberaler
Familie auf. Während des Spanischen Bürgerkriegs floh die Familie am
23. Sept. 1936 nach Frankreich. Er studierte an der Sorbonne
Literatur und Philosophie, über die Schriften von Hegel und Lukács
fand der früh mit der deutschen Sprache vertraut gemachte Semprún zum
Marxismus. 1941 schloss er sich der kommunistischen
Résistance-Organisation Francs-Tireurs et Partisans an und trat 1942
in die KP Spaniens ein. 1943 von der deutschen Gestapo verhaftet,
wurde er in das KZ Buchenwald deportiert. Weil die illegale
Lagerleitung der KPD ihn, der sich an internen Widerstandsaktionen
beteiligte, in der so genannten Arbeitsstatistik beschäftigte,
entging Semprún der Ermordung. 1945 kehrte er nach Paris zurück.
Veröffentlichungen in deutscher Übersetzung:
"Die große Reise" (64), "Der zweite Tod des Ramón Mercader" (74),
"Federico Sánchez: Eine Autobiographie" (78), "Was für ein schöner
Sonntag" (81), "Yves Montand. Das Leben geht weiter" (84), "Algarabía
oder Die neuen Geheimnisse von Paris" (85), "Der weiße Berg" (86),
"Netschajew kehrt zurück" (89), "Europas Linke ohne Utopien" (94),
"Federico Sánchez verabschiedet sich" (94), "Schreiben oder Leben"
(95), "Schweigen ist unmöglich" (97; mit Elie Wiesel), "Unsere allzu
kurzen Sommer" (99), "Die Ohnmacht" (2000), "Der Tote mit meinem
Namen" (02), "Blick auf Deutschland" (03; Essays)
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur
Pressebüro der Bundesministerin
Tel.: (++43-1) 53 120-5031
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