- 26.07.2007, 09:08:52
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Scharfe Kontrollen verhindern höhere Dopingraten
Austrian Research Centers führen das einzige Doping-Kontroll-Labor Österreichs
Seibersdorf (OTS) - ARC-SCIENCE-NEWS - Weltweit gibt es nur rund
30 offizielle Antidoping-Labors. Eines davon steht in Österreich.
Seit 2002 besitzt das Seibersdorfer Dopingkontroll-Labor der Austrian
Research Centers die Akkreditierung der World Anti Doping Agency
(WADA). Seither werden hier jährlich bis zu 6000 Harnproben getestet.
Sämtliche Proben aus Österreich gehen nach Seibersdorf, mittlerweile
auch Proben aus zahlreichen Nachbarländern. Nach Einschätzung der
Seibersdorfer Experten gibt es im Spitzensport weniger schwarze
Schafe als allgemein vermutet.
Dopingproblem geringer als allgemein angenommen
Laut Mag. Benetka, Leiter der Chemischen Analytik der Austrian
Research Centers ist Doping bei Spitzensportlern weniger weit
verbreitet als es die mediale Berichterstattung erwarten lässt. Nur
bei rund 2 Prozent der weltweit durchgeführten Tests kann die
Einnahme von illegalen Substanzen nachgewiesen werden. "Natürlich ist
eine gewisse Grauzone vorhanden, aber von flächendeckendem Doping im
Spitzensport kann sicher keine Rede sein", so die Einschätzung des
Experten. Jährlich werden bei den Austrian Research Centers bis zu
6000 Tests durchgeführt. Mittlerweile zählen neben dem ÖADC
(Österreichisches Antidoping Comité) aber auch die nationalen
Antidoping-Agenturen der Länder Slowenien, Slowakei, Ungarn, Kroatien
und Serbien sowie diverse Sportverbände zu den Kunden des Labors.
Scharfe Kontrollen und Angst vor Folgeschäden
Ein Grund für SportlerInnen, nicht zu Dopingmittel zu greifen,
liegt sicher in der berechtigten Angst vor langfristigen
Gesundheitsschäden. Aber auch kurzfristig ist Doping ein Risiko: Es
kann aufgrund des Dopings zu Kreislaufproblemen während des
Wettkampfs kommen. Herzinfarkte oder Schlaganfälle können die Folge
sein. Neben der gesunden Angst wirkt aber auch das rigorose
Kontrollsystem abschreckend, in das alle gemeldeten SportlerInnen
verpflichtend eingebunden sind. Die oberste Instanz weltweit ist die
WADA (World Anti Doping Agency) mit Sitz in Montreal. Nach den
Vorgaben der WADA werden von nationalen Organisationen Kontrolleure
mit der Sammlung von Harnproben beauftragt. Die Proben kommen
schließlich in die akkreditierten Testlabors.
Dopingmethoden sind trickreich und riskant
In Österreich sind es ca. 50 Dopingkontrolleure, die im Auftrag
des ÖADC Kontrollen durchführen. Sie sind bei, innerhalb und
außerhalb von Wettkämpfen im Einsatz. Die Auswahl der SportlerInnen
erfolgt dabei per Zufallsgenerator und jede/r SportlerIn kann
jederzeit und beliebig oft kontrolliert werden. Um etwaigen
Täuschungsmanövern vorzubeugen, kommen unangekündigt immer zwei
Kontrolleure. Und sie begleiten die/den SportlerIn direkt auf das WC
um Täuschungen zu verhindern. Mag. Benetka: "Vergleichsweise harmlos
waren etwa die Versuche, anstelle des Urins Apfelsaft in die Behälter
zu füllen. Professioneller waren schon die Harnsackerln in der
Achselhöhle. Es gab aber auch Fälle wo im Darm eigene Depots mit
Fremdharn implantiert wurden, die über einen eigenen Ausgang entleert
werden konnten."
ARC-Labor arbeitet fehlerfrei
Alle von Austrian Research Centers durchgeführten Test waren
bisher fehlerfrei. Darunter fallen auch die positiven Tests, die von
den Betroffenen angefochten wurden. Mag. Benetka: "Zur Absicherung
der SportlerInnen und falls mildernde Umstände geltend gemacht werden
sollen, besteht natürlich das Recht, nach einem positiven Test der
"A"-Probe die Analyse der "B"-Probe zu fordern. Bisher wurden dabei
sämtliche Ergebnisse bestätigt."
Nähere Informationen finden Sie auf folgenden Webseiten:
www.wada-ama.org
www.oeadc.or.at
www.lifesciences.at
www.arcs.ac.at/
Rückfragehinweis:
Pressesprecher Austrian Research Centers Mag. Michael H. Hlava Austrian Research Centers GmbH - ARC Leiter Corporate Communications Donau-City-Straße 1, Tech Gate Vienna, A-1220 Wien office Forschungszentrum, A-2444 Seibersdorf Tel.: +43 (0)50550-2046 Fax: +43 (0)50550-2010 mobile +43 (0)664 620 77 66 www.arcs.ac.at
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