• 25.07.2007, 12:38:56
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Österreichische Spitäler schulden Ärzten sechs Millionen Überstunden

Mayer: Anspruch muss umgesetzt werden - 120 Millionen Euro Nachzahlung

Wien (OTS) - Auf ganz Österreich umgelegt, zeigt die Vorarlberger
Regelung, wonach Spitalsärzte 28.000 Überstunden nachbezahlt
bekommen, dramatische Dimensionen auf. Nach Berechnungen der
Bundeskurie der angestellten Ärzte der Österreichischen Ärztekammer
(ÖÄK), müssten bundesweit rund sechs Millionen von Spitalsärztinnen
und Spitalsärzten geleistete, jedoch bisher nicht entgoltene
Überstunden nachgezahlt werden. Mayer Mittwoch in einer Aussendung:
"Rund 12.000 Ärztinnen und Ärzte sind nach unserer Hochrechnung davon
betroffen." Die geschätzte Nachzahlung betrage bundesweit rund 120
Millionen Euro, heißt es aus der ÖÄK.

Nach aktuellen Umfragen halten 70 Prozent der österreichischen
Spitäler die gesetzlichen Arbeitszeitregelungen für Ärzte nicht ein.
"Die zuständigen Stellen, insbesondere das Arbeitsministerium
berühren die aufgezeigten Mängel bisher nicht. Alle Aufforderungen,
diesen eklatanten Missstand durch die Einhaltung des Gesetzes
respektive deutliche Strafen bei Verstößen, zu beseitigen, sind
bisher auf taube Ohren gestoßen", kritisierte der Bundeschef der
Spitalsärzte. Überstunden seien zu bezahlen, auch die Spitalärztinnen
und Spitalsärzte hätten ein Recht darauf.

Mayer beabsichtigt nun, die Vorarlberger Regelung als Modell zur
Umsetzung alter und bestehender Ansprüche der Spitalsärztinnen und
Spitalsärzte österreichweit umzusetzen.

Rückfragehinweis:
Pressestelle der
Österreichischen Ärztekammer
Tel.: (++43-1) 513 18 33

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