- 23.07.2007, 14:12:57
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Jugendvertretung: Gesamtschule gegen soziale Selektion
Keine Selektion bei 10 Jährigen
Nein zu ÖVP-Vorstoß =
Wien (OTS) - Anlässlich der aktuell aufkeimenden Debatte zur
Bildungsreform und zur Situation an Österreichs Schulen erneuert
Torsten Engelage, Vorsitzender der Bundesjugendvertretung (BJV), die
Forderung an die Regierungsparteien nach Einführung eines
gesamtschulischen Bildungsmodells. Für Engelage ist die
österreichische Bildungssituation stark verbesserungswürdig: "Um die
gesamtgesellschaftlichen Herausforderungen der Zukunft meistern zu
können, müssen wir breite Bildung auf hohem Niveau anstreben und
dafür auch Geld in die Hand nehmen!"
"Da unser Bildungssystem in seiner derzeitigen Form sehr früh auf
Selektion setzt und trotzdem keine Top-Resultate liefert, halten wir
ÖVP Vorschlage für die Aufnahme von Aufnahmentests in die AHS bei
10-jährigen für entbehrlich", argumentiert Engelage. "Ein Vorgehen
noch dem Motto ´More of the same´ wäre eine Fortsetzung des falschen
Weges", ist aus Sicht der BJV klar.
Tiefgreifende Reformen sind notwendig!
Es bedarf dafür einer grundlegenden Umgestaltung des Bildungssystems
in Richtung eines gesamtschulischen Systems mit innerer
Differenzierung. Dieses könnte die bestehende soziale Selektion
reduzieren. Unser derzeitiges Bildungsmodell teilt SchülerInnen nach
wie vor in verschiedene soziale Klassen ein. Die BJV lehnt diese
soziale Segregation ab. Darum sind die Selektionsschnittstellen im
bestehenden Bildungssystem (z.B. nach der Volksschule oder nach der
Sekundarstufe) abzubauen. Der freie und offene Zugang zur Bildung
muss als grundlegendes Menschenrecht gewährleistet werden.
Rückfragehinweis:
Bundesjugendvertretung Geschäftsführung Rainer Tüchlberger Tel. 01 / 214 44 99 - 0 Mobil 0676 / 880 111 147 [email protected]
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