- 13.07.2007, 09:18:40
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AK-Präsident Kalliauer: "Nur wer ganzes Ausmaß der Arbeitslosigkeit aufzeigt, findet die richtigen Lösungen."
Linz (OTS) - Über 30.000 Arbeitslose anstatt der statistisch
ausgewiesenen 17.000 - es sind noch immer zu viele Menschen ohne
Arbeit. Auch wenn, dank der guten Konjunktur, die Arbeitslosigkeit
zurück geht, profitieren strukturell Benachteiligte wie ältere
Arbeitnehmer/-innen nicht vom wirtschaftlichen Aufschwung. Dabei wäre
jetzt der Zeitpunkt günstig, etwas für sie zu tun.
Derzeit sind laut offizieller Statistik in Oberösterreich 17.234
Personen ohne Arbeit. Diese Zahl erhöht sich allerdings auf rund
30.000, wenn man Lehrstellensuchende, Arbeitslose im Krankenstand
oder in Schulungen, Pensionsvorschussbezieher/-innen, Erwerbslose,
die aufgrund der neuen Pensionsregelung Übergangsgeld beziehen
oder deren Bezug aufgrund von Selbstkündigung, versäumtem
Kontrolltermin oder Verweigerung eines Jobs bzw. einer Schulung
eingestellt wurde, dazurechnet.
Dass fast 13.000 Menschen in der Statistik nicht aufscheinen, löst
ihr Problem nicht. Sie brauchen Hilfe und Unterstützung: eine besser
dotierte aktive Arbeitsmarktpolitik und die lang versprochene
personelle Aufstockung beim AMS. Nur dann kann eine bessere
Be-treuung der angesprochenen Problemgruppen garantiert und ihnen der
Weg zurück ins Arbeitsleben erleichtert werden.
"Wir freuen uns, dass die Geschäfte der Unternehmer gut laufen.
Denn damit sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Dennoch sind noch zu
viele Menschen ohne Arbeit", sagt AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.
Besonders Ältere und Menschen mit körperlichen oder psychischen
Problemen sowie gering qualifizierte Arbeitnehmer/-innen haben nach
wie vor zu kämpfen, um am Arbeitsmarkt teilhaben zu können. Gerade
für sie sollte die Politik das derzeitige Konjunkturhoch aber nutzen
und auf weitere Initiativen setzen.
"Wenn die Menschen, die trotz intensiver Suche keine Arbeit
finden, ständig hören, dass die Arbeitslosigkeit sinkt, fühlen sich
diese mit ihren Problemen nicht ernst genommen. Denn bei vielen
Verantwortlichen geht durch die Positivmeldungen das
Problembewusstsein verloren. Deshalb ist es besonders wichtig, in
künftigen Statistiken das wahre Ausmaß der Arbeitslosigkeit
abzubilden und zu zeigen, dass es nach wie vor viel zu tun gibt", so
Kalliauer.
Unter www.arbeiterkammer.com im Bereich "Presse" finden Sie eine
Grafik zu den Arbeitslosenzahlen in Oberösterreich zum Herunterladen.
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich
Kommunikation
Tel.: (0732) 6906-2182
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com
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