• 10.07.2007, 12:40:51
  • /
  • OTS0139 OTW0139

"Seit langem fällige Kunstoffensive steht noch aus"

Peter Noever, Direktor MAK, sieht im Investitionsprogramm von Bundesministerin Claudia Schmied Bedarf an einem stärkeren Plädoyer für die Gegenwartskunst

"Seit langem fällige Kunstoffensive steht noch aus"

Wien (OTS) - "Kunstpolitische Verantwortung bedeutet vor allem
auch Verantwortung für die Gegenwartskunst. Die Hoffnung stirbt
zuletzt. Ich hoffe nach wie vor auf ein klares Plädoyer der 'neuen'
Regierung für den zeitgenössischen Part und auf die längst fällige
Neuordnung der heimischen Kunst- und Kulturpolitik zugunsten
zeitgenössischer Künstler", resümiert Peter Noever, Direktor MAK, das
von Kulturministerin Claudia Schmied gegenüber der Tageszeitung "Der
Standard" präsentierte Investitionsprogramm für die Bundesmuseen bis
2009. Nach ersten vom "Standard" kolportierten Informationen werde
"an Investitionen zunächst nur getätigt, was ohnehin finanziert
werden muss". Das MAK erhält demnach dringend notwendige Finanzmittel
in Höhe von 780.000 Euro für die Sicherheit des Museums, insbesondere
für den vor knapp 20 Jahren errichteten, sanierungsbedürftigen
Tiefspeicher des Museums. Am meisten Geld erhalten das
Kunsthistorische Museum (Wiedereröffnung der Kunstkammer und das nur
teilweise restaurierte Völkerkundemuseum) sowie das Belvedere
(Umbauten Unteres Belvedere, Orangerie, Prunkstall). Mitte August
wird bekannt gegeben, nach welchem Schlüssel zusätzlich zur
bisherigen Basisabgeltung bereitgestellte Finanzmittel in der Höhe
von fünf Millionen Euro auf die Bundesmuseen aufgeteilt werden.

Für das Projekt "CAT - Contemporary Art Tower", mit dem das MAK
die Errichtung eines Zentrums für zeitgenössische Kunst und in der
Folge einer "Sammlung des 21. Jahrhunderts" im Gefechtsturm
Arenbergpark vorsieht, steht eine Zusage noch aus. Seit Jahren
arbeitet Peter Noever, Direktor MAK, Verfechter einer progressiven
Kunstpolitik, an der Umsetzung dieses Projekts. Auch wenn erste
Informationen zum neuen Programm der Ministerin den Eindruck auf eine
Fortsetzung der in Österreich seit Jahren gelebten Kunstpolitik des
Verwaltens und Bewahrens aufkommen lassen, ist Noever nach Eindrücken
in den vergangenen Monaten überzeugt davon, dass realistische Chancen
zur Realisierung dieses Projekts vorhanden sind. Peter Noever:
"Österreich bezieht seine Bedeutung als Kulturnation nicht nur aus
seiner Geschichte. Es ist an der Zeit, das Potential und die
Bedeutung der Gegenwartskunst zu erkennen und dafür auch die
notwendigen finanziellen Mittel zu sichern."

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Presse MAK 
   Judith Anna Jungmann
   Sandra Ghignone
   Teresa Raninger
   Tel.: (++43-1) 711 36-233, 212, 229
   Fax:  (++43-1) 711 36-227
   mailto:[email protected]
   http://www.MAK.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MAK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel