• 06.07.2007, 12:45:34
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  • OTS0142 OTW0142

FMK-Maier: Praxistest bringt klare Erkenntnis zu EMF

Studie zeigt keinen Einfluss von UMTS auf das menschliche Wohlbefinden

FMK: Neue Praxisstudie zu UMTS

Wien (OTS) - Eine Studie der Universität Eichstätt beschäftigte
sich mit der Fragestellung, ob hochfrequente elektromagnetische
Felder (EMF) einer UMTS-Station das Wohlbefinden von Menschen im
direkten Umfeld beeinträchtigen. Eindeutiges Ergebnis: Es konnte kein
Zusammenhang zwischen den Befindlichkeitsstörungen der
Versuchspersonen und der Exposition durch elektromagnetische Felder
der UMTS-Station nachgewiesen werden.

Im Versuch wurde 2003 eine neu aufgebaute, noch nicht
eingeschaltete UMTS-Basisstation auf dem Landesamt für Umweltschutz
in Augsburg 70 Arbeitstage lang nach jeweils ein, zwei oder drei
Tagen ein- oder abgeschaltet. Dies geschah nach einem Plan, der
zufällig aus den Varianten ausgewählt wurde, sodass eine
Doppelverblindung (Versuchsperson und Wissenschafter wissen nicht, ob
die Station ein- oder ausgeschaltet war) erreicht wurde. Rund 100
Mitarbeiter wurden regelmäßig zu ihrem Befinden befragt. Damit sollte
festgestellt werden, ob die Versuchsperson sensibel auf
elektromagnetische Felder reagieren.

Die Versuchspersonen gaben an den Tagen, an denen sie signifikant
schlechteres Befinden berichteten, häufiger an, dass die
Mobilfunkbasisstation in Betrieb gewesen sei. Dies ist als
Fehlinterpretation zu werten und zeigt, dass sie nicht in der Lage
waren, korrekt anzugeben, wann die UMTS-Station (Frequenzbereich
zwischen 1.920 und 2.170 Megahertz) eingeschaltet war.

Diese Studie bestätigt die bisherige Forschung im Bereich
Elektrosensibilität. Demnach zeigt sich, dass Personen, die sich
selbst als "elektrosensibel" definieren, elektromagnetische Felder
unterhalb der Grenzwerte nicht wahrnehmen können und unter Exposition
nicht anders als nicht sensible Personen reagieren. Ein Zusammenhang
zwischen Befindlichkeitsstörungen und elektromagnetischen Feldern ist
damit bis heute nicht nachgewiesen. Der Versuch zeigt nachdrücklich
die Notwendigkeit einer (Doppel-)Blindung in entsprechenden
Untersuchungen. "Die Beschwerden der Menschen sind real und müssen
ernst genommen werden, auch wenn sie eine andere Ursache als
Mobilfunk haben", analysiert FMK-Geschäftsführer Maximilian Maier.

Link:

Elektromagnetische Felder einer UMTS-Mobilfunkbasisstation und
mögliche Auswirkungen auf die Befindlichkeit - eine experimentelle
Felduntersuchung

Sabine Heinrich et al; Inst und Poliklinik für Arbeits - und
Umweltmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität, Arbeitsgruppe
Arbeits- und Umweltepidemiologie & NetTeaching, Ziemssentr. 1, 80336
München, 2007

http://www.scientificjournals.com/sj/ufp/abstract/ArtikelId/9780

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