• 04.07.2007, 12:56:49
  • /
  • OTS0151 OTW0151

Handelsverband begrüßt Reform der Ladenöffnungszeiten

Geschäftsführer Dr. Stefan Mumelter fordert früheres Inkrafttreten

Wien (OTS) - Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit wird im
Schatten von Pflegegeld und Untersuchungsausschüssen heute, Mittwoch,
ein enorm wichtiges Gesetz für die Wirtschaft und insbesondere für
den Handel im Parlament verabschiedet. Das Ladenöffnungszeitengesetz
2003 wird novelliert.

Dr. Stefan Mumelter, Geschäftsführer des Österreichischen
Handelsverbandes, begrüßt die Reform ausdrücklich als Meilenstein für
den österreichischen Handel, aber auch als deutliche Verbesserung für
die Konsumenten. "Es ist aber schade, dass taktische, politische
Manöver den Zeitpunkt des Inkrafttretens um ein halbes Jahr auf 1.
Jänner 2008 nach hinten verschoben haben", so Mumelter. Noch in der
Regierungsvorlage aus dem Mai fand sich als Datum der 1. Juli 2007.
Für diese Verschiebung gebe es keinen vernünftigen Grund, so Mumelter
weiter. Daher fordere er für die heutige Plenarsitzung noch einen
Abänderungsantrag, der ein Inkrafttreten am 1. September festlege. So
ein Abänderungsantrag sei ein Dreizeiler und könne beispielsweise vom
Abgeordneten Veit Schalle als ausgewiesenen Handels-Experte mit
Unterstützung durch vier weitere Abgeordnete leicht noch eingebracht
werden, ist Mumelter überzeugt.

Abgesehen davon könne der Kern der Novelle, die Ausweitung der
Öffnungszeiten auf 72 Stunden pro Woche aber auch nur ein erster,
wenngleich wichtiger, Schritt sein, nimmt Mumelter die Politik in die
Pflicht. "Der Handel weiß selbst am besten, wann er seine Geschäfte
offen hält, denn er hat das Ohr am Konsumenten", ist Mumelter
überzeugt.

Auch zeigen internationale Beispiele, dass die Ängste insbesondere
der Angestelltenvertreter unbegründet sind. "In der Praxis kommt es
zu keinen Verschlechterungen für die Handelsangestellten. Denn zum
einen pendeln sich die Öffnungszeiten anhand der Nachfrage sowieso
auf einem praktikablen Niveau ein und zum anderen sorgen in
Österreich ausgefeilte ArbeitnehmerInnenschutzgesetze für die Wahrung
der Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch im
Handel", relativiert Mumelter die teils unsachlich geführte
Diskussion. So heiß werde die Suppe also nicht gegessen.

Letztlich gewännen alle durch die Ausweitung der
Ladenöffnungszeiten: Die Konsumenten hätten mehr Möglichkeiten, ihre
Einkäufe zu erledigen. Auch würden sich die Stoßzeiten beispielsweise
nach der Arbeit etwas entkrampfen. Für Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter böten sich Chancen für neue flexible Arbeitszeitmodelle
bzw. neue Arbeitsplätze und der Handel könne dann offen halten, wenn
die Nachfrage stimme. "Wir dürfen aber nicht vergessen, das dies nur
ein erster wichtiger Schritt in die richtige Richtung war", so
Mumelter abschließend.

Der Handelsverband ist eine freiwillige Interessenvertretung von
derzeit mehr als 150 großen Handelsbetrieben in Österreich. Wir
nehmen die Funktionen eines Wirtschafts-, Berufs- und
Arbeitgeberverbandes wahr.

Wir verstehen uns als handelsorientiertes Dienstleistungszentrum
und als branchenübergreifendes Wirtschaftsforum.

Mit Richtlinien, Kennzeichen und Gütesiegeln fördern wir das
Qualitätsbewusstsein der Konsumenten und setzen hohe Standards.

Wir fördern das Vertrauen der Konsumenten in den Handel und
informieren Konsumenten über aktuelle Entwicklungen.

Rückfragehinweis:
Handelsverband
Dr. Stefan Mumelter
Geschäftsführer
Tel: +43-1-406 22 36
http://www.handelsverband.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel