- 02.07.2007, 17:40:16
- /
- OTS0243 OTW0243
Wiener Zeitung: Andreas Unterbergers Tagebuch
Alles im grünen Bereich
Wien (OTS) - "Keine Sicherheitsgefährdung" sieht das
Innenministerium trotz der Häufung von Anschlagversuchen
islamistischer Gruppen in Europa. Das beruhigt. Vor allem, wenn
gleichzeitig weiterhin ein Mann auf Kosten der Republik ungehindert
Religionslehrer ausbilden darf, der schon öffentlich zum heiligen
Krieg und zum Sturz ausländischer Staatschefs aufgerufen hat.
*
Ein grüner Justizsprecher verlangt, dass ein Ehepartner (bei der
feministischen Partei heißt das immer: die Frau) lebenslänglich
Anspruch auf Unterhalt haben soll, auch wenn sie (oder er) alleine
schuld an der Scheidung ist. Lediglich bei Gewalttaten sei eine
Ausnahme denkbar. Die Opfer ehelicher Tötungen werden dankbar sein.
Vielleicht sollten die Grünen in die Novelle aber auch noch
hineinschreiben, dass jeder junge Mann, der trotz solcher
Lebensperspektiven noch den Schritt zum Standesamt macht,
psychiatrisch zu untersuchen ist. Und das demografische Problem, das
wir jetzt schon vor allem deswegen haben, weil junge Männer die
Freude an Kindern verloren haben (und das sich durch solche Reformen
noch steigern wird), wird wohl nach grüner Art gelöst: Dann sollen
halt schwule Paare Kinder in die Welt setzen. Werden aber auch sie
nach einer Scheidung lebenslänglich Unterhalt zahlen müssen? Oder
werden beide den Unterhalt vom Steuerzahler bekommen, da ja das
Lieblingsfeindbild der Grünen fehlt - nämlich der heterosexuelle
Mann?
*
Jetzt auch noch Martin Walser. Die NSDAP muss eine interessante
Geisterpartei gewesen sein: Sie hatte offenbar nur Mitglieder, die
ihr nie beigetreten sind - vor allem unter jenen, die später eine
"intellektuell-moralische Instanz" geworden sind.
*
Fünf Klubobleute am ORF-Tisch. Dabei wurde zwar wieder einmal das
regelmäßig von der SPÖ-Zentrale ausgestreute Neuwahlgerücht
dementiert, aber ansonsten nur ein Eindruck bestätigt: Die
Großparteien können offenbar nicht miteinander regieren, und die drei
Kleinen können offenbar überhaupt nicht regieren. Wieder ein Abend,
an dem die Zahl der Anhänger eines effizienten Mehrheitswahlrechts
zugenommen hat.
http://www.wienerzeitung.at/tagebuch
Rückfragehinweis:
Wiener Zeitung
Sekretariat
Tel.: 01/206 99-478
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PWR






