- 29.06.2007, 11:19:12
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10.000 Patienten vom E-Card-Chaos der WGKK betroffen
Ärztekammer schließt Klagswelle der Ärzte nicht mehr aus - Steinhart: "Chaos wird bald aus dem Ruder laufen"
Wien (OTS) - Eine Erhebung der Wiener Ärztekammer hat ergeben,
dass rund 10.000 Patientinnen und Patienten von den jüngsten
Problemen der Wiener Gebietskrankenkasse rund um die
E-Card-Abrechnung betroffen sind. "Es geht um eine Gesamtsumme von
etwa 500.000 Euro, die unseren niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten
für ihre Leistungen im ersten Quartal 2007 nicht ausbezahlt wurde",
kritisiert der Vizepräsident der Ärztekammer für Wien, Johannes
Steinhart. Auf dieser Basis könne "keine anständige Medizin betrieben
werden". Steinhart fordert die WGKK auf, das Datenchaos "so schnell
wie möglich" zu klären. ****
Die Leidtragenden des Abrechnungschaos seien Ärzte und Patienten
gleichermaßen, so Steinhart weiter. Die Ärzte wären nun ermächtigt,
die von der WGKK unbezahlten Leistungen ihren Patienten
weiterzuverrechnen. Es sei "einfach ungeheuerlich", die Kasse treibe
damit einen Keil zwischen Ärzte und Patienten. Steinhart: "Die WGKK
muss ihre Probleme dringend in den Griff bekommen, sonst läuft das
Chaos komplett aus dem Ruder."
In etwa die Hälfte aller niedergelassenen Wiener Ärztinnen und
Ärzte mit GKK-Vertrag hätten entweder fehlerhafte
Verrechnungsprotokolle erhalten oder eine Benachrichtigung der WGKK,
dass diese bestimmte Leistungen nicht übernehmen werde. Sollten sich
die Ärzte dazu entschließen, die Gebietskrankenkasse zu klagen, werde
die Standesvertretung sie "selbstverständlich dabei unterstützen".
Bei möglichen 850 Klagen werde die Gebietskrankenkasse "hoffentlich
raschen Handlungsbedarf sehen und die Lösung des Problems zur
absoluten Priorität erklären", so Steinhart. (kp)
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle Mag. Kristin Posch Tel.: (++43-1) 51501/1407 Fax: (++43-1) 51501/1289 mailto:[email protected] http://www.aekwien.at
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