• 26.06.2007, 09:03:04
  • /
  • OTS0034 OTW0034

Trend zu niedrigen Unternehmenssteuern und hohen Umsatzsteuern

Wien (OTS) - Die Länder der Europäischen Union haben die
niedrigste Unternehmenssteuerbelastung aller Industriestaaten. Die
Umsatzsteuersätze in Europa sind jedoch weltweit am höchsten. Dies
ist das Ergebnis der jährlichen KPMG-Studie "Corporate Tax Rate
Survey".

Im globalen Wettbewerb bleibt die Tendenz zur Senkung der
Ertragssteuer bestehen. Die durchschnittlichen Steuersätze für
Kapitalgesellschaften sind in den EU-Mitgliedstaaten von 1993 bis
heute von 38 Prozent auf 24,2 Prozent gefallen. Verglichen mit den
OECD-Staaten (27,8 Prozent), Lateinamerika (28 Prozent) und dem
asiatischen Raum (30,1 Prozent) hat die EU damit immer noch die
niedrigste Unternehmensteuerbelastung aller Industriestaaten.

Global gesehen fiel die Senkung der Unternehmenssteuersätze von
27,2 Prozent 2006 auf 26,8 Prozent 2007 nur geringfügig aus. Sie ist
viel geringer als die jährlichen Senkungen in den 1980er und 1990er
Jahren. Manche Länder haben jedoch bedeutende Einschnitte
vorgenommen, wie z. B. die Türkei mit einer Senkung von 30 Prozent
auf 20 Prozent und Bulgarien mit einer Verringerung um 5 Prozent auf
10 Prozent.

Europäische Spitze bei niedrigen Unternehmenssteuern sind
Bulgarien und Zypern bei einem Steuersatz von 10 Prozent - gefolgt
von Irland (12,5 Prozent), Litauen und Lettland (15 Prozent) sowie
Ungarn und Rumänien (16 Prozent). Die osteuropäischen Länder haben in
den letzten acht Jahren ihre Unternehmenssteuersätze im Schnitt um
mehr als 22 Prozent gesenkt. Das erklärt das gute Abschneiden dieser
Länder im Ranking. Weltweit gehören die USA und Japan mit 40 bzw.
40,7 Prozent zu den Ländern mit den höchsten
Unternehmenssteuersätzen.

Österreich attraktiver als Deutschland

Relevant für Österreich ist auch die Untersteuerreform 2008 im
Nachbarland Deutschland. Im Zuge dieser Reform ist eine Senkung der
Unternehmenssteuer auf rund 30 Prozent geplant. "Gleichzeitig bringt
diese Reform jedoch auch gravierende Verschlechterungen für
Unternehmen hinsichtlich der Ermittlung des steuerpflichtigen
Einkommens mit sich", erklärt Hans Zöchling, Geschäftsführer der KPMG
in Wien. "So wird zum Beispiel die steuerliche Abzugsfähigkeit von
Zinsen erheblich eingeschränkt. Im Vergleich zu Deutschland kann
Österreich mit einem weiterhin niedrigen Steuersatz von 25 Prozent
punkten. Auch die Ermittlung des steuerpflichtigen Einkommens ist
wirtschaftsfreundlicher als in unserem Nachbarland. Neben einem
vollen Zinsenabzug bietet die Gruppenbesteuerung attraktive
Rahmenbedingungen für Unternehmen."

Weitere Ergebnisse der Studie, sowie eine Grafik mit
Unternehmenssteuersätzen ausgewählter Länder im Vergleich finden Sie
auf www.kpmg.at oder erhalten Sie gerne auf Anfrage.

Rückfragehinweis:
Christine Enzi, KPMG
Tel: +43 (0)1 - 31332 - 709
Mobil: +43 (0)664 816 1160
Email: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KPM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel