- 25.06.2007, 11:59:19
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Na Mahlzeit! Grillfleisch mit Fäkalbakterien
Linz (OTS) - Mehr als die Hälfte der 25 Proben ist nicht mehr für
den Verzehr geeignet - dieses unappetitliche Ergebnis brachte der
AK-Grillfleischtest. Bei einigen Proben wurde der Grenzwert an
Fäkalbakte-rien mehrfach überschritten.
Vom Großteil des Cevapcici-, marinierten Geflügel- und
Schweinefleischangebotes sollten Konsumenten/-innen lieber die Finger
las-sen. Das zeigt ein Test der AK-Konsumenteninformation der
Arbeiterkammer Oberösterreich bei der die Qualität von Grillfleisch
in insgesamt neun Supermärkten auf die Probe gestellt wurde. Bei dem
getesteten Hühnerfleisch konnte überhaupt nur eine Probe als zum
Verzehr geeignet eingestuft werden. Der Grund sind meist
schwerwiegende hygienische Mängel bei der Verarbeitung und Verpackung
des Fleisches.
So wurden etwa bei nur vier Proben die Lagertemperaturen
eingehal-ten, die vom Hersteller empfohlen werden. Die restlichen
wurden weit über der empfohlenen Temperatur gelagert und stellten
damit eine optimale Brutstätte für Bakterien dar. Besonders häufig
konnten bei der Laboranalyse Fäkalbakterien nachgewiesen werden. Eine
der Cevapciciproben beispielsweise überschritt den Grenzwert an
Fäkalkeimen um das 1600-fache! Kommen solche Keime in den
menschlichen Organismus, kann es bereits bei weit geringeren Mengen
zu Durchfall kommen.
"Dass andere Untersuchungen andere Ergebnisse bringen, liegt
daran, dass wir international gültige Qualitätsstandards für unsere
Analysen anlegen", so Dr. Georg Rathwallner.
"Die Verantwortung für schlechte Qualität von Grillfleisch auf die
Konsumentinnen und Konsumenten abzuwälzen und ihnen vorzuwerfen, mit
dem Fleisch nicht richtig umzugehen, halte ich für den falschen Weg.
Aufgrund unseren Untersuchungen können wir das definitiv
ausschließen. Diese Ergebnisse sollten eher als Auftrag für die
Supermärkte verstanden werden, ihre Qualitätsansprüche zu
überdenken", so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer.
"Trotzdem heißt das für die Konsumentinnen und Konsumenten nicht,
dass sie auf das Grillen verzichten müssen. Wir empfehlen frisches
Fleisch vom Fleischhacker in der Nähe zu kaufen und es am besten
selbst zu marinieren", sagt Dr. Georg Rathwallner, Leiter der
AK-Konsumenteninformation.
Kontakt: Dr.in Sabine Naderer, Tel. 050/6906-2178
E-mail: [email protected]
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich
Kommunikation
Tel.: (0732) 6906-2182
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com
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