- 20.06.2007, 11:30:00
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Neun Projekte für mehr Sicherheit
Wiener Lehrlinge unterschiedlicher Berufsschulsparten stellen gemeinsam gestaltete Medien und Kampagnen vor - AUVA Landesstelle Wien honoriert Anstrengungen mit 9.000 Euro
Wien (OTS) - Einen Schneeballeffekt und frischen Wind erhoffen
sich die Präventionsexperten der AUVA Landesstelle Wien von den neun
Lehrlings-Vorschlägen für mehr Sicherheit. Die branchenübergreifenden
Gruppenarbeiten von 51 Wiener Berufsschülern wurden am Mittwoch, dem
20. Juni 2007, ab 11 Uhr 30 im Festssaal der Berufsschule
Hütteldorfer Straße 7 - 17 vorgestellt und die besten drei
ausgezeichnet.
Aus geplanten sechs entstanden neun Projektarbeiten, die von
Lehrlingen und Berufsschullehrern der Berufsschulen für
Holzbearbeitung und Musikinstrumentenerzeugung sowie für Chemie,
Grafik und gestaltende Berufe auch in der Freizeit ausgearbeitet
wurden. Die AUVA Landesstelle Wien hat daher das Prämienbudget auf
9.000 Euro aufgestockt. Die Prämien werden auf alle Teilnehmer und
die Berufsschulen aufgeteilt.
Für die Nachhaltigkeit des Projektes sollen die Integration der
Ergebnisse in die Arbeit des Unfallverhütungsdienstes sorgen sowie
Veranstaltungen und eine Broschüre, die breit verteilt werden wird.
Eine weiterführende Zusammenarbeit mit den Berufsschulen zum Beispiel
anderer unfallgefährdeter Sparten ist angedacht. Ziel ist eine
Senkung der Unfallrate der 15- bis 25-Jährigen, die mit einem mehr
als doppelt so hohen Unfallrisiko leben müssen wie ältere
Arbeitnehmer.
Mit Spannung erwartete die aus sieben Vertretern aus Wirtschaft,
Medien, Pädagogik und Arbeitssicherheit zusammengesetzte Jury und der
Unfallverhütungsdienst der AUVA Landesstelle Wien am 20. Juni die
Ergebnisse der gemeinsamen Projektarbeit der Wiener Berufsschulen für
Holzbearbeitung und Musikinstrumentenerzeugung sowie für Chemie,
Grafik und gestaltende Berufe. Das am 4. Oktober 2006 gestartete
Projekt "Jugend - Sicherheit - Zukunft" der AUVA Landesstelle Wien
hatte die Frage "Wie müsste das Thema Sicherheit und Gesundheit am
Arbeitsplatz gestaltet sein, damit sich Lehrlinge und jugendliche
Arbeitnehmer damit auseinandersetzen?" zu beantworten.
Die AUVA suchte auch hier neue Wege in der Prävention und bat
Berufsschüler zwischen 16 und 24 Jahren, im Verlauf eines Schuljahres
Konzepte, Wege und Kommunikationsmittel zu erarbeiten. Es gab weder
inhaltliche noch formale Vorgaben.
Für die Berufsschüler ging es um neue Lernformen und den Schutz der
eigenen Gesundheit, für die Berufsschulen um neue Lehrformen und für
die AUVA Landesstelle Wien um wichtige Impulse für die
Unfallverhütung bei Berufseinsteigern. Das Unfallrisiko am
Arbeitsplatz ist für 15- bis 25-Jährige mehr als doppelt so groß wie
das für Arbeitnehmer zwischen 25 und 60 Jahren.
Die Lehrlinge wählten folgende Themen aus: Berufskrankheiten,
Gefahren im Beruf und am Arbeitsplatz, Profis tragen Schutzkleidung,
Unfälle bei der Holzbearbeitung, Sicherheit erleben, Motivation. Die
Umsetzung reichte von Spielen über Unterrichtsmaterialien, Plakate,
Werbespots, Animationsfilme, Trickaufnahmen bis zu einem Buch nach
Wilhelm Busch. Die Fragestellung wurde sachlich, humorvoll aber auch
sehr drastisch beantwortet. Die Beiträge dokumentieren das große
Engagement der Jugendlichen.
Im Rahmen der üblichen Unterrichtszeit einen Tag pro Woche wären
diese Beiträge nicht möglich gewesen. Arbeitgebern und
Berufsschullehrern ist für das Verständnis zu danken, sie haben viel
Zeit zur Verfügung gestellt. Wenn diese nicht reichte, arbeiteten die
Lehrlinge in ihrer Freizeit weiter. Projektleiter in den
Berufsschulen, die alle Hände mit der Koordination und der Schaffung
der Rahmenbedingungen zu tun hatten, waren Dipl.-Päd. Felicia Hofer
(Mediendesign) und Dipl.-HTL-Ing. und Dipl.-Päd. Christoph Hrabe
(holzbearbeitende Berufe). Die Koordination für den Standort
Hütteldorferstraße hatte Berufsschulinspektorin Reg.-Rätin Henrike
Blatterer übernommen.
Vor Beginn der Abschlusspräsentation trat die Jury zusammen, um
die besten drei Arbeiten auszuwählen. Zu den sieben Vertretern aus
Wirtschaft, Medien, Pädagogik und Arbeitssicherheit gehörten: Ing.
Markus Konecny, Tischlerinnung, Peter Zwolski, Sekretär der
Gewerkschaft Bau-Holz, Heinrich Jischa, Gewerkschaft Druck,
Journalismus und Papier, Andrea Eichinger, Account Executive der
Agentur Unique, Berufsschulinspektor Regierungsrätin Henrike
Blatterer, Dr. Mechthild Rotter, Sicherheitserziehungsexpertin der
AUVA, und Ing. Horst Moser, Unfallverhütungsdienst der AUVA
Landesstelle Wien.
Durch das Programm ab 11:30 Uhr führten - wie beim Projektstart am
4. 10. 2006 - zwei Projektteilnehmer: Bettina Schiebel (17 Jahre,
Grafik) und Michael Riess (20 Jahre, Holzverarbeitung) .Eingeladen
waren die Schüler der beteiligten Klassen und ihre Lehrbeauftragten
sowie Vertreter aus der Wirtschaft und von der Schulbehörde
Die AUVA Landesstelle Wien stellt Prämien in Höhe von gesamt 9.000
Euro für die Teilnehmer (3.500 Euro) und die Schüler beider
Berufsschulsparten (je 2.750 Euro werden von den Direktionen
verwaltet) zur Verfügung. 1.750 Euro erhalten die Gruppen mit den
drei besten Arbeiten zu gleichen Teilen, weitere 1.750 Euro werden
auf die restlichen sechs Gruppen aufgeteilt. Über die Verwendung des
Geldes entscheiden die Jugendlichen selbst.
Dipl.-Ing. Wolfgang Glaser, Leiter des Unfallverhütungsdienstes
der AUVA Landesstelle Wien, sagte bei der Preisübergabe: "Chancen
erkennen und Möglichkeiten geben - unter diesem Motto steht das
Engagement der AUVA Landesstelle Wien für dieses Projekt. Wir haben
die Chance ergriffen, Kommunikation zum Thema Arbeitssicherheit von
Jugendlichen für Jugendliche gestalten zu lassen. Neben den
technischen Möglichkeiten der Unfallverhütung gilt es verstärkt,
Strategien zur nachhaltigen Änderung in den Verhaltensweisen zu
entwickeln. Grund genug für die Prävention, neue Pfade zu
beschreiten.
Die rasante Entwicklung in der Technik und die sich ständig
ändernden Jugendkulturen fordern eine permanente Auseinandersetzung.
Daher wird es mit Abschluss dieses Projekts auch nicht mit dem
Engagement der AUVA vorbei sein. Die eingereichten Arbeiten - sowie
das Gesamtkonzept - sollen als Vorbild für weitere Projekte dienen."
Rückfragehinweis:
und Fotos: Gabriela Würth, GWK Tel.: (02242) 38300, (0676) 33 24 879, mailto:[email protected] Internet: www.auva.at/wien Felicia Hofer, BS für Chemie, Grafik u. gestaltende Berufe Tel.-Sekretariat: (01) 59916-95212, mailto:[email protected] http://www.cgg.at Christoph Hrabe, BS für Holzbearbeitung und Musikinstrumentenerzeugung Tel.-Sekretariat: (01) 599 16-95262, mailto:[email protected]
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