• 19.06.2007, 13:25:24
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Drössler: Abschaffung der Werbeabgabe auf der Zielgeraden

"Paukenschlag beim Finanzausgleich": Finanzministerium schlägt Ländern die Abschaffung der Werbeabgabe vor

Wien (PWK450) - "So weit waren wir noch nie. Jetzt müssen wir auch
noch den letzen Schritt gehen", gibt sich Peter Drössler, Obmann des
Fachverbands Werbung und Marktkommunikation in der WKÖ, optimistisch:
"Unser intensives Lobbying und unsere professionelle Arbeit machen
sich nun bezahlt".

Sowohl Vizekanzler und Finanzminister Wilhelm Molterer als auch
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer haben sich für die Abschaffung der
Werbeabgabe ausgesprochen. Die offizielle Aufnahme der Werbeabgabe
ins Verhandlungspaket des Bundes durch Finanzminister Molterer ist
ein wichtiges politisches Signal. Bei den am 5. Juli 2007 beginnenden
Verhandlungen zum Finanzausgleich mit den Ländern geht es unter
diesem Titel um ein Steuer- und Abgabenvolumen von 115 Millionen
Euro.

Der Fachverband hat die Chance ergriffen, im Rahmen der
vorgezogenen Verhandlungen zum Finanzausgleich die
Kommunikationswirtschaft nach über 80 Jahren endlich von der
Werbesteuer zu befreien. "Der Fachverband ist als die gesetzliche
Interessensvertretung bei den politischen und wirtschaftlichen
Entscheidungsträgern als seriöser und sachlicher Gesprächspartner
positioniert," erläutert Drössler. "Auf dieser Basis konnten wir mit
unseren Argumenten offenbar überzeugen."

Eine Reihe von Gründen spricht, so Drössler, für die Abschaffung
der Werbeabgabe:

1.) Die Wirtschaft wird die freiwerdenden Mittel zur Gänze
reinvestieren. Stärkeres Wirtschaftswachstum, positive
Beschäftigungseffekte und damit verbundene höhere Steuereinnahmen
sind die Folgen eines Wegfalls der Werbeabgabe.

2.) Werbung wird so auch für KMU und EPU leistbarer. Und wer
wirbt, investiert in Wachstum. Der Wegfall unterstützt so den
dynamischsten Teil unserer Wirtschaft.

3.) Die Werbewirtschaft hat eine Schlüsselfunktion für die
Qualität des Wirtschaftsstandorts Österreich. Nicht zuletzt als
wichtiger Auftraggeber für die Hoffnungsbranche Kreativwirtschaft
gehen von ihr wichtige Wirtschaftsimpulse aus.

Der Kampf um die Abschaffung des wohl dienstältesten Provisoriums
der Republik ist aber noch nicht gewonnen, führt Drössler weiter aus.
Nun gehe es darum, im Zuge der Verhandlungen eine Lösung zu finden,
die die Finanzierungsinteressen der Gemeinden berücksichtigt, ohne
die österreichische Werbewirtschaft durch diese "Strafsteuer auf
Wachstum" einseitig zu diskriminieren. Der Fachverband setze daher
weiter auf gute Zusammenarbeit.

WKÖ-Präsident Christoph Leitl hat sich immer an vorderster Stelle
für dieses zentrale Anliegen des Fachverbandes eingesetzt. Begleitend
dazu wird der Fachverband vom Obmann der Bundessparte Information und
Consulting in der WKÖ, KommR Jürgen Pollirer, intensiv unterstützt.
Einen entscheidenden Schub hat auch die branchenübergreifende
Lobbying-Plattform "Wirtschaftsmotor Werbung" bewirkt. An dieser
Initiative nehmen die bedeutendsten Institutionen und
Interessensverbände der Kommunikations- und Werbewirtschaft teil, wie
der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ), der Verband
Österreichischer Privatsender (VÖP), der ORF, die International
Advertising Association (IAA), der Fachverband Werbung und
Marktkommunikation, die Fachgruppe Werbung der WK Wien oder der
Österreichische Markenartikelverband (MAV). (hp)

Rückfragehinweis:
Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband Werbung & Marktkommunikation
Mag. Markus Deutsch
Tel.: 05 90 900-3539
E-Mail: [email protected]

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