- 16.06.2007, 09:00:00
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Angst um Arbeitsplatz senkt Krankenstände
Linz (OTS) - 2006 waren so wenig Arbeitnehmer/-innen im
Krankenstand wie noch nie. Auch 2007 ist ein neuerliches Rekord-Tief
bei den Krankenständen zu erwarten. Dr. Johann Kalliauer, Präsident
der AK Oberösterreich, führt diese Entwicklung vor allem darauf
zurück, dass immer mehr Menschen aus Angst um den Arbeitsplatz krank
zur Arbeit gehen.
An einem durchschnittlichen Arbeitstag fehlte 2006 nicht einmal
jede/r vierzigste Arbeitnehmer/-in aufgrund von Krankheit oder Unfall
an seinem/ihrem Arbeitsplatz. Im langjährigen Vergleich bedeutet das
so wenig krankheitsbedingte Fehlzeiten wie noch nie. Dass die
oberösterreichischen Arbeitnehmer/-innen so gesund sind, lässt sich
daraus aber keineswegs ableiten. Denn schon länger ist zu beobachten,
dass viele Menschen aus Angst um den Arbeitsplatz erst sehr spät oder
gar nicht in den Krankenstand gehen.
Krank in die Arbeit - steigende Invalidität
Außerdem treten viele ihre Beschäftigung schon wieder an, obwohl
sie noch gar nicht wirklich gesund sind. Das zeigt auch die Tatsache,
dass die Krankenstandstage kontinuierlich zurückgehen. Und das obwohl
die Anzahl der Erwerbstätigen gestiegen ist.
Das Ergebnis sind verschleppte Leiden und chronische Erkrankungen,
die zur Arbeitsunfähigkeit und damit auch zu deutlich höheren
Folgekosten für das Sozialsystem führen. Das zeigt sich
beispielsweise am kontinuierlichen Anstieg der Zuerkennung von
Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspensionen. "Wir müssen
verhindern, dass sich die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer kaputt
arbeiten. Dabei sind auch die Unternehmen gefordert, weil wir wissen,
dass die Hälfte der Erkrankungen arbeitsbedingt sind", sagt
Kalliauer.
Kontakt: Gerold Gassenbauer, Tel. 0664/8237994
Rückfragehinweis:
Arbeiterkammer Oberösterreich
Kommunikation
Tel.: (0732) 6906-2182
mailto:[email protected]
http://www.arbeiterkammer.com
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