- 12.06.2007, 11:49:08
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AHS-Gewerkschaftsvorsitzende Scholik begrüßt Signal des ÖVP-Vorstands
Bildungspolitik darf sich nicht in Gesamtschuldiskussion erschöpfen
Wien (OTS) - Die FCG-Bundesvorsitzende der AHS-Gewerkschaft Eva
Scholik sieht in der bildungspolitischen Entscheidung der ÖVP für
ein differenziertes Schulwesen ein richtiges und notwendiges Signal
an alle Schulpartner, die durch die ausschließliche
Gesamtschuldebatte der letzten Wochen zutiefst verunsichert wurden.
"Die österreichischen Lehrerinnen und Lehrer stellen sich mit
großem Engagement tagtäglich ihrem Beruf und damit auch den
wachsenden Herausforderungen der gesellschaftlichen Veränderungen",
hält Scholik fest. "Sie fühlen sich dabei allerdings von der
Bildungspolitik ebenso wie von vielen der so genannten
Bildungsexpert/innen im Stich gelassen!"
Scholik appelliert an alle Parteien, die wichtigen
bildungspolitischen Anliegen endlich anzugehen:
Alle Schüler/innen müssen für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden. Es
ist unerträglich, wenn junge Menschen nach Abschluss ihrer
Pflichtschulbildung keine Chance auf einen Lehrplatz haben, weil sie
insbesondere im sprachlichen Bereich zu große Defizite aufweisen.
Scholik fordert daher rasche Hilfestellung für
Hauptschullehrer/innen, insbesondere in den Ballungsräumen. Dabei
geht es nicht um Ratschläge praxisferner Bildungsexpert/innen
(Stichwort "innere Differenzierung"), sondern um die Bereitstellung
entsprechender Personalressourcen zur gezielten und effizienten
Förderung.
Um Sprachdefizite möglichst schon vor dem Schuleintritt zu
kompensieren, fordert Scholik rasche Initiativen zur Frühförderung:
BM Schmied soll sich für ein kostenloses Kindergartenjahr vor
Schuleintritt in allen Bundesländern stark machen, um allen Kindern
gerechte Startchancen zu ermöglichen "Bildungspolitik kann sich nicht
in Gesamtschuldiskussionen erschöpfen, sie muss dort ansetzen, wo im
bestehenden System sinnvolle Veränderungen bessere Bildungschancen
für alle ermöglichen!" stellt Scholik abschließend fest.
Rückfragehinweis:
Pressereferentin Mag. Christiane Bartoga
[email protected]
Tel.: 01/405 61 48
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