- 12.06.2007, 09:30:17
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AK Test: Bei Telefongesprächen "ins Netz gegangen"? (1)
Internet-Telefonieren hat meist ungünstige Abrechnungstakte
Wien (OTS) - Die AK Konsumentenschützer haben die Angebote von 13
Internet-Telefon-Anbietern im Juni untersucht und die Kosten für eine
Telefonstunde mit jener des Festnetzes verglichen. Der AK Test zeigt:
Beim Web-Telefonieren halten sich die Vor- und Nachteile die Waage.
Service- und Mehrwertnummern sind über das Web selten anwählbar;
großteils ungünstige einminütige Verrechnungstakte; oft
unüber-sichtliche Vorauszahlung und manchmal Guthabensverfall.
Netzintern wird kosten-los geplaudert. Im Vergleich zum Festnetz sind
Internetgespräche ins österreichi-sche Festnetz zur Geschäftszeit und
Auslandsrufe durchschnittlich billiger.
Gespräche von einem PC zum anderen, von einem PC ins Fest- oder
Handynetz oder auch ganz ohne PC von einem Telefonapparat zum
anderen, sind bei den Internet-Telefon-Anbietern, kurz VoIP (Voice
over Internet Protocol), kein Problem. Die AK hat im Juni 13
Telefon-Internet-Anbieter untersucht: Bestphone, Fairytel, Inode,
Jajah, Multikom, Nikotel, Sipcall, Sipgate, Skype.com, Talk2U,
VoipBuster, Yahoo! Messenger und Yesss.
"Voraussetzung für das Internet-Telefonieren ist ein Webanschluss
und die dafür not-wendige Hardware", sagt AK Konsumentenschützer
Harald Glatz. Neben der üblichen Kombination aus Headset und PC gibt
es auch spezielle Telefonapparate.
Um zu telefonieren, hat man einen Code, ähnlich einer
E-Mail-Adresse. Acht der Anbie-ter bieten auch eine Festnetznummer an
- Vorwahlbereich 0720, 0780. Fünf ermöglichen sogar die Mitnahme der
bisherigen Festnetznummer. Vorteil bei Telefonnummern: Anrufer können
den Teilnehmer über diese Nummern vom Mobil- oder Festnetz überall
erreichen, auch im Ausland. Jedoch werden teilweise sehr hohe
Entgelte verrechnet.
Bei sieben Anbietern muss das Guthaben mit der Kreditkarte oder
Onlinediensten wie Paypal vorab gekauft werden. Bei einigen verfällt
das Guthaben, wenn der Dienst länger nicht aktiv genutzt wurde. Vier
verrechnen monatliche Grundentgelte - bis zu 9,90 Euro.
Zehn Anbieter nutzen das standardisierte SIP-Protokoll (Secession
Initiation Protocol). Dadurch haben KonsumentInnen eine breitere
Auswahl an passenden Telefonen - alte Apparate sind sogar mit
speziellen SIP-Adaptern weiterhin nutzbar. Mit SIP klingelt es auch
dann, wenn der PC ausgeschaltet ist. "Konsumenten sparen
Energiekosten", sagt Glatz, "wer hingegen 24 Stunden erreichbar sein
will und auf ein Headset und PC setzt, muss den PC immer
eingeschaltet lassen."
"Internetgespräche verbrauchen Datenvolumen, für eine
Gesprächsstunde rund 70 MB", sagt Glatz. Schwankende
Verbindungsqualität bei Breitbandanschlüssen kann auch schwankende
Gesprächsqualität bedeuten. Notruf- und 8x- oder 9x-Mehrwert- und
Ser-vicenummern können oft nicht benutzt werden. Nachteile gibt es
auch bei der Gesprächs-dauer-Abrechnung: Neun Anbieter rechnen im
Minutentakt ab. Kurze Gespräche können so schnell auch mehr als ein
vergleichbares Telefonat über das Festnetz kosten. Nur Mul-tikom
bietet eine sekundengenaue Abrechnung. (Forts.)
Rückfragehinweis:
Doris Strecker AK Wien Kommunikation tel.: (+43-1) 501 65-2677 tel.: (+43)664 845 41 52 mailto:[email protected] wien.arbeiterkammer.at
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