• 11.06.2007, 11:56:12
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Masse trotzt Hitze - "Sommertauglichkeit" von Gebäuden im Blickpunkt - BILD

Masse trotzt Hitze! Die Sommertauglichkeit von Häusern aus massiven Baustoffen wie Ziegel, Beton und Stein liegt im Vergleich zum Leichtbau um rund ein Viertel höher.

Wien (OTS) - Beim Duell Hitze gegen Masse treffen zwei Giganten
der (Bau)physik aufeinander. Dass die Masse als Sieger hervorgeht,
zeigt eine aktuelle Studie zur "Sommertauglichkeit" von Gebäuden.
Zentrales Ergebnis: Je höher der Anteil der speicherwirksamen Masse,
desto kühler bleibt ein Gebäude bei Hitzeeinwirkung. Aufgrund der
allgemein steigenden Außentemperaturen fordert BAU!MASSIV! eine
verbesserte Sommertauglichkeitsprüfung durch die Einführung von drei
Güte-Klassen.

Im Sommer kann es in Wohnungen und Häusern unangenehm heiß werden.
Bis zum Jahr 2040 soll sich die Zahl der sommerlichen Hitzetage mit
über 30 GradC mehr als verfünffachen. Der Klimawandel wirkt sich auch
auf die Baupraxis aus: Da eine Raum-Innentemperatur von über 27 GradC
(25 GradC in der Nacht) für den menschlichen Körper eine enorme
Belastung darstellt, rückt das Thema Sommertauglichkeit immer mehr in
den Blickpunkt der Planer. Univ. Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Klaus
Krec, Büro für Bauphysik, hat das Sommerverhalten von Gebäuden unter
die Lupe genommen und herausgefunden, dass die Sommertauglichkeit von
Häusern aus massiven Baustoffen wie Ziegel, Beton und Stein im
Vergleich zum Leichtbau um rund ein Viertel höher liegt.

Speicherwirksame Masse ist entscheidend

"Massive Bauteile wie gemauerte Wände, Betondecken oder Estriche
erwärmen sich tagsüber nur langsam, reduzieren dadurch die
Raumtemperatur und geben während der kühleren Nacht überschüssige
Temperatur wieder ab," weiß DI Othmar Kronthaler, Vorsitzender der
ARGE BAU!MASSIV!. Mit anderen Worten: Je mehr speicherwirksame Masse
vorhanden ist, desto geringer die Temperaturschwankungen. Gut
gedämmte Häuser halten die sommerliche Hitze vom Innenraum ab.
"Massive Gebäude wie beispielsweise Häuser aus Ziegel haben besonders
gute Werte, da sie durch ihr Volumen Wärme optimal speichern können,"
so Kronthaler weiter.

Energiebedarf für Kühlung darf nicht steigen

Bereits jetzt ist beim Energieverbrauch von Gebäuden eine
Verlagerung von der Raumheizung hin zur Kühlung zu verzeichnen.
Angesichts der allgemein steigenden Außentemperaturen könnte sich
dieser Trend weiter verstärken. "In Österreich gilt nach ÖNORM die
Regel, dass für die ‚Herstellung’ der Sommertauglichkeit von
Wohnräumen keine Energie aufgewendet werden darf. Vielmehr sind
Wohnräume durch ausreichend speicherwirksame Massen sommertauglich zu
planen," stellt Kronthaler fest. Er empfiehlt daher die Verfeinerung
der derzeitigen Sommertauglichkeitsprüfung durch die Einführung von
Güteklassen.

Mehr Planungssicherheit durch Güteklassen

Nach derzeitiger Praxis (gemäß ÖNorm B8110-3) gelten Räume als
sommertauglich, wenn der errechnete Tagesverlauf der empfundenen
Temperatur tagsüber 27 GradC nicht überschreitet. Die entsprechende
Obergrenze bei Nachtnutzung beträgt 25 GradC. "Der derzeitige
Nachweis läuft letztendlich auf eine ja/nein Entscheidung in Bezug
auf die sommerliche Überwärmungsneigung eines Raums hinaus und
entspricht lediglich einer Grobschätzung. Er ist nicht dazu geeignet,
dem Bauplaner einen Anreiz zur Entwicklung besonders gut
sommertauglicher Räume und Gebäude zu bieten. Im schlimmsten Fall
kann es durch diese ungenaue Berechnung zur Überhitzung der Räume
kommen", warnt Kronthaler,

Die Lösung sieht die ARGE BAU!MASSIV! in einer genaueren
Berechnungsmethode durch Einführung der drei Güteklassen
sommertauglich, gut sommertauglich und sehr gut sommertauglich. Die
Einführung der Güteklassen ist ohne nennenswerten Aufwand möglich, da
die erforderlichen Größen ohnehin berechnet werden müssen.

Über BAU!MASSIV!

BAU!MASSIV! ist eine Arbeitsgemeinschaft der österreichischen
Baumeister und der Hersteller mineralisch gebundener Baustoffe.
Trägerorganisation der ARGE sind die Bundesinnung Bau und der
Fachverband der Stein- und keramischen Industrie in der
Wirtschaftskammer Österreich. Ziel der ARGE ist es, die zahlreichen
Vorteile des Massivbaus aufzuzeigen und die nachhaltige Anwendung
mineralisch gebundener Baustoffe zu fördern. BAU!MASSIV! unterstützt
Bauinteressierte und bündelt die Informationstätigkeit der Branche.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:

Mag. Günter Schiester, MAS
   Mag. Rosanna Zernatto                           
   Pressestelle BAU!MASSIV!  	 
   Trimedia Communications Austria            
   A-1070 Wien, Siebensterngasse 31                 
   Tel.: 01 524 43 00-37 
   mailto:[email protected]
   mailto:[email protected] oder mailto:[email protected]

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