- 06.06.2007, 11:11:29
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G-8-Gipfel: Arbeiterkammer für Weiterentwicklung der sozialen Sicherunssysteme in Schwellenländern
Notwendig sind Beschäftigungsstrategien für menschenwürdige Arbeit
Wien (OTS) - Soziale und wirtschaftliche Fehlentwicklungen endlich
korrigieren: Das fordert die Arbeiterkammer (AK) anlässlich des heute
beginnenden G-8-Gipfels. "Die extreme Ungleichverteilung von
Globalisierungsgewinnen und die Ausbeutung von Mensch und Umwelt
nehmen laufend zu", kritisiert Melitta Aschauer, Leiterin der
Abteilung EU und Internationales in der Arbeiterkammer Wien (AK).
"So, wie der Welthandel derzeit läuft, werden diese Ungleichheiten
weiter wachsen. Der überwiegende Teil der Weltbevölkerung ist dadurch
von Wohlfahrt und menschenwürdiger Arbeit ausgeschlossen", so
Aschauer. Die Arbeiterkammer fordert die Entwicklung von konkreten
Beschäftigungsstrategien für menschenwürdige Arbeit und die
Weiterentwicklung der sozialen Sicherungssysteme in Schwellenländern.
Die Arbeiterkammer erwartet sich faire WTO-Verhandlungen, etwa die
verbindliche Aufnahme und Anwendung von Mindestarbeits- und
Umweltstandards in die WTO-Abkommen. Der Rückbau von sozialen
Sicherungssystemen in den Industrieländern gehört gestoppt; in
Schwellen- und Entwicklungsländern sollen diese besser entwickelt und
ausgebaut werden, so die AK.
"Die WTO-Strukturen sollen so verbessert werden, dass die
Gewerkschaften formal und verbindlich von den Regierungen konsultiert
werden müssen", fordert Aschauer. Wichtig wäre auch die Umsetzung von
formalen Kooperationstrukturen zwischen der Internationalen
Arbeitsorganisation (ILO) und der WTO. Die ILO ist eine
Sonderorganisation der Vereinten Nationen, in der 180
Mitgliedsstaaten durch Repräsentanten sowohl von Regierungen, als
auch von ArbeitnehmerInnen und Arbeitgebern vertreten sind.
Rückfragehinweis:
Cornelia Breuß
AK Wien Kommunikation
tel.: (+43-1) 501 65-2331
mailto:[email protected]
http://wien.arbeiterkammer.at
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