• 06.06.2007, 10:07:56
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AHS-Gewerkschafterin Scholik zu SP-Bildungspolitik: Schmieds Worthülsen entlarvt!

Schmied gegen Leistungsgruppen, Niederwieser für Einsparreform.

Wien (OTS) - "Nachdem Unterrichtsministerin Schmied wochenlang die
Pläne der SP-Bildungspolitik mit nebulosen Wortspenden zu
verschleiern suchte, beginnen sich nun die Nebel zu lichten", stellt
die Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Eva Scholik fest.

Laut SP-NÖ-Korrespondenz sprach sich BM Schmied am 1. Juni 2007
bei einer Podiumsdiskussion klar gegen Leistungsgruppen in der von
der SP geplanten Gesamtschule aus.

Sie schwenkt damit nicht nur auf die von den Grünen vorgegebene
Linie ein, sondern enthüllt eines der wahren Motive hinter dem roten
Drängen in Richtung Gesamtschule: Einsparungen auf Kosten der
Bildung!

Bisher hatte sich nämlich nur SP-Bildungssprecher Niederwieser
öffentlich dazu bekannt, dass die Gesamtschule als Sparvariante
geplant ist, und schon im Oktober 2006 erklärt: "Wir werden
Einsparungseffekte erzielen, etwa durch die Schaffung der Gemeinsamen
Schule."

Auch der von Beamtenministerin Bures aggressiv geführte mediale
Feldzug gegen die schulfesten Stellen passt ins Bild: Hinter dem
Codewort "Flexibilisierung" verbergen sich offenbar zwei Dinge: die
Schließung von Schulen und massiver Personalabbau unter dem
Deckmantel der "gemeinsamen Schule".

Das deutlichste Indiz dafür, dass zwischen den SP-Parolen für die
Gesamtschule und den tatsächlichen Plänen enorme Diskrepanzen
bestehen, ist für Scholik die beharrliche Weigerung der Ministerin,
mit den Vertreter/innen der Lehrerschaft in konkrete Gespräche über
die Zukunft der österreichischen Schulen einzutreten.
AHS-Gewerkschafterin Scholik fordert BM Schmied auf, für
Chancengleichheit zu sorgen: Wenn zusätzliche Ressourcen für neue
Schulversuche flüssig gemacht werden, so verlangt es die Fairness,
auch den bestehenden Schulen ein ebenso großes Ressourcenplus
zuzuteilen.

"Dann wird sich herausstellen, dass bei gleichem Mitteleinsatz die
Unterrichtsqualität an Gymnasien ebenso wie an Hauptschulen weit über
der von Gesamtschulen liegt", stellt Scholik abschließend fest.

Rückfragehinweis:
Mag. Christiane Bartoga, Pressereferentin
mailto:[email protected]
Tel.: 01/405-61-48

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