- 05.06.2007, 09:03:37
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Umweltdachverband zu Kraftwerks-Plänen: Aus für Nationalpark Donau-Auen droht!
- Eder und Kopf erweisen sich als Energie-Dinosaurier und sind damit ablösereif
Wien (OTS) - Ein Kraftwerksbau ist mit dem Nationalpark-Status
unvereinbar. Die internationale Nationalpark-Anerkennung durch die
Welt-Naturschutz-Union IUCN würde sofort fallen. EU-Fördermittel aus
dem LIFE-Programm müssten zurückgezahlt werden. Insgesamt eine
Naturschutz-Blamage ersten Ranges. Auf diese unmittelbaren Folgen,
die der Bau eines Kraftwerks in den Donau-Auen östlich von Wien nach
sich ziehen würde, weist der Umweltdachverband angesichts der neu
aufgeflammten Diskussion hin.
"Fassungslos" zeigt sich Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident des
Umweltdachverbandes und Auschützer der ersten Stunde, in einer ersten
Reaktion auf die via Kurier bekannt gewordenen Pläne der
Energiesprecher von SPÖ und ÖVP, Kurt Eder und Karl-Heinz Kopf, das
Kraftwerksprojekt in den Donau-Auen wieder aus der Schublade zu
holen. "Wissen denn die beiden Herren nicht, dass die Donau-Auen
östlich von Wien seit 10 Jahren Nationalpark sind? Statt auf
Energieeffizienz und Energieeinsparungen zu setzen, wollen Eder und
Kopf zurück in die energie- und umweltpolitische Steinzeit und einem
Projekt Leben einhauchen, das seit 22 Jahren passé ist. Die
Energiesprecher haben sich damit als nicht lernfähige
Polit-Dinosaurier erwiesen und sind ablösereif", ärgert sich
Heilingbrunner.
Generalangriff auf unverbaute Fließgewässer
Dass ein Donau-Auen-Kraftwerksprojekt mit dem Nationalpark
Donau-Auen und den Natura 2000-Bestimmungen jedenfalls unvereinbar
ist, müssen altgediente Parlamentarier wie Eder und Kopf wissen. Der
Umweltdachverband vermutet hinter deren Vorstoß daher den generellen
Startschuss für einen Generalangriff auf die letzten 3 bis 5 Prozent
unverbauter Fließgewässer in Österreich. "Wasserkraft ist nicht
automatisch umweltfreundlich. Statt die letzten frei fließenden
naturbelassenen Flüsse und Bäche zu verbauen, soll in Modernisierung
und Effizienzsteigerung bei bestehenden Anlagen gesetzt werden. Um
bis zu 50 Prozent höhere Wirkungsgrade sind damit möglich, ohne
wertvolle Natur zu zerstören. Darüber hinaus verlangt der
Umweltdachverband die unverzügliche Ausarbeitung eines bundesweiten
Masterplans Wasserkraft, der Tabuzonen (Nationalparkregionen,
Naturschutzgebiete, Natura 2000-Gebiete etc.) für die E-Wirtschaft
und Bau-Lobby beinhalten muss.
Rückfragehinweis:
Dr. Gerhard Heilingbrunner, Präsident Umweltdachverband (UWD), Tel. 0664/381 84 62, Dr.in Sylvia Steinbauer, Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 01/40 113-21, E-Mail: [email protected], http://www.umweltdachverband.at
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